BÖRSE

Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück: Sind die fetten Jahre vorbei?

Aktien von Munich Re, Swiss Re und Hannover Rück gelten als defensiv, doch eine Marktanalyse hält das Geschäft für zyklisch und sieht die fetten Jahre vorbei.

Dirk Muchow·
Firmenzentrale eines großen Rückversicherers mit Schriftzug an der Fassade
Aerial image of the headquarters of Munich Re (view from the southeast) · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Carsten Steger / Wikimedia Commons, Aerial image of the headquarters of Munich Re (view from the southeast).jpg

Munich Re, Swiss Re, Hannover Rück: Die drei großen Rückversicherer haben an der Börse einen festen Ruf. Ihre Aktien werden häufig als defensiv eingestuft. Gemeint sind Werte, an denen Anleger auch in unruhigen Börsenzeiten festhalten wollen.

Eine neue Marktanalyse setzt hinter diesen Ruf ein dickes Fragezeichen. Ihr Kernpunkt: Das Geschäft der Rückversicherer läuft keineswegs gleichmäßig. Der Markt ist stark zyklisch. Starke und schwache Phasen wechseln sich ab.

Die Warnung an Anleger

Die Analyse wird deutlich. Nach ihrer Einschätzung hat die Branche ihre fetten Jahre hinter sich. Für Aktionäre stellt sich damit eine unbequeme Frage: Verdienen die Papiere der drei Konzerne weiter einen Platz im Portfolio?

In einem zyklischen Markt kann auf gute Jahre eine schwächere Phase folgen. Wer die drei Titel nur wegen ihres Rufs als ruhige Langweiler hält, sollte deshalb genauer hinschauen. Das Etikett „defensiv“ allein ist noch kein Kaufgrund.

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Dirk Muchow · Herausgeber

Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.

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