KAMPFJET-POKER
Nach dem Aus mit Frankreich: Airbus-Chef hält Einstieg ins Kampfjet-Bündnis GCAP für möglich
Nach dem geplatzten Kampfjet mit Frankreich nennt Airbus-Chef Guillaume Faury den Beitritt zum Bündnis von Briten, Japanern und Italienern eine mögliche Option.

Neue Wende beim Kampfjet der Zukunft! Nach dem Aus für das gemeinsame Flugzeug mit Frankreich bringt Airbus eine neue Partnerschaft ins Spiel. Airbus-Chef Guillaume Faury hält einen Beitritt zum Global Combat Air Programme, kurz GCAP, für möglich. Dahinter stehen Großbritannien, Japan und Italien.
Das Projekt mit Paris ist geplatzt
Im Juni war das deutsch-französische Vorhaben gescheitert. Der Streit ging um die Auslegung des Jets. Dassault Aviation auf französischer Seite fand mit Airbus und der Bundeswehr kein gemeinsames Design. Jetzt baut Dassault mit Unterstützung des französischen Staates allein einen Nachfolger für die Rafale.
Airbus vertrat in dem Projekt die Interessen von Deutschland und Spanien. Nach Faurys Angaben sucht die Bundesregierung inzwischen in anderen Ländern nach möglichen Partnern. GCAP sei eine Option, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Es gebe aber auch andere Wege.
Milliarden schon eingeplant
Das GCAP-Trio hat für seinen Kampfjet bereits mehr als 5,5 Milliarden Dollar eingeplant, umgerechnet rund 4,7 Milliarden Euro. Der Einsatz ist ab 2035 geplant. Kanada sitzt als Beobachter mit am Tisch.
Faury legt sich fest: Europa braucht aus seiner Sicht einen Kampfjet der sechsten Generation als gemeinsames Programm, gebaut in Europa und für Europa. Airbus will dabei sein. Entscheiden müssen aber die Regierungen, und zwar möglichst bald, so der Airbus-Chef.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.







