KI-BÖRSE
Meta-Aktie sackt ab: Anleger wollen endlich Gewinne aus den KI-Milliarden sehen
Neue Zweifel am KI-Boom: Meta will noch mehr Geld investieren, die Aktie verliert rund sieben Prozent – und Chipwerte ziehen mit nach unten.

Harter Tag für die Tech-Riesen an der Wall Street. Die Aktie von Meta verlor in New York rund sieben Prozent, zeitweise war das Minus sogar noch größer. Der Grund: Der Facebook-Konzern will seine Ausgaben weiter hochfahren.
Mindestens 135 Milliarden Dollar steckt Meta allein in diesem Jahr in Rechenzentren und andere KI-Infrastruktur. Konzernchef Mark Zuckerberg liefert sich ein Wettrennen mit Rivalen wie dem ChatGPT-Entwickler OpenAI. Bezahlt wird das aus dem Werbegeschäft, und das boomt weiter.
Starke Zahlen, trotzdem Minus
Dabei lief das Quartal gut. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent auf fast 65 Milliarden Dollar. Der Gewinn kletterte auf knapp zehn Milliarden Dollar, ein Jahr zuvor waren es 2,7 Milliarden. Ein Analyst der Bank JPMorgan sprach von guten Zahlen.
An der Börse zählt aber etwas anderes. Marktexperten zufolge fragen Anleger immer lauter, ob die gewaltigen KI-Ausgaben jemals passende Gewinne abwerfen. Weil die Bewertungen schon hoch sind, könne bereits ein kleiner Rückschlag die Kurse kräftig drücken. Dazu kommt die Sorge, dass sich die Konzerne für den Ausbau noch mehr Geld über Anleihen holen.
Chipwerte und DAX im Sog
Auch Halbleiter-Aktien verloren auf breiter Front. Nvidia gab um mehr als vier Prozent nach, Micron um über sechs Prozent, Broadcom um rund vier Prozent.
Der DAX konnte sich dem nicht entziehen. Am frühen Freitagnachmittag lag er rund 0,7 Prozent im Minus bei etwa 25.200 Punkten. Für die Woche zeichnet sich ein Verlust von rund 1,6 Prozent ab. Zusätzlich belasten die hohen Ölpreise und die Sorgen um Frankreichs Staatsfinanzen.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.







