KI-WETTRÜSTEN

Meta pumpt bis zu 145 Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz

Der Facebook-Konzern will in diesem Jahr 135 bis 145 Milliarden Dollar investieren, vor allem in Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

Dirk Muchow·
Meta-Chef Mark Zuckerberg spricht auf einer Bühne vor Publikum
Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote · Lizenz: CC BY 2.0 · Bild: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States / Wikimedia Commons, Mark Zuckerberg F8 2018 Keynote.jpg

Meta setzt voll auf künstliche Intelligenz. Dem Konzern gehören Facebook, Instagram und WhatsApp. Für das laufende Jahr kündigt er Investitionen von 135 bis 145 Milliarden Dollar an. Das meiste Geld soll in neue Rechenzentren und in die Weiterentwicklung der eigenen KI gehen.

Umsatz über den Erwartungen

Das Geschäft läuft. Im letzten Quartal hat Meta mehr als 64 Milliarden Dollar umgesetzt. Das ist mehr, als Analysten erwartet hatten. Beim Gewinn gab es aber einen Dämpfer. Nach einem Vergleich mit mehreren US-Bundesstaaten muss Meta insgesamt über 17 Milliarden Dollar zahlen. Eine erste Rate hat das Ergebnis schon gedrückt.

Die Bundesstaaten werfen dem Konzern vor, er habe den Schutz von Jugendlichen vernachlässigt. Außerdem seien die Apps so gestaltet, dass sie süchtig machen. Ein Fehlverhalten hat Meta mit dem Vergleich nicht zugegeben.

Zuckerberg behält das Sagen

Für die Milliarden braucht Meta frisches Kapital. Ab dem kommenden Jahr will der Konzern deshalb eine neue Sorte Aktien ausgeben, und zwar ohne Stimmrecht. Der Kniff dabei: Es kommt Geld in die Kasse, aber die Stimmenmehrheit von Konzernchef Mark Zuckerberg bleibt unangetastet. Er behält die Kontrolle.

Beim KI-Agenten „Muse“ meldet Meta einen ersten Erfolg. Den Agenten gibt es bisher nur in Nordamerika. Nach Angaben des Konzerns nutzen ihn schon rund zehn Millionen Menschen. So ein Agent kauft für seine Nutzer ein oder plant ihre Termine. Gewinn bringt das bisher keinen. Sein Geld verdient Meta weiter vor allem mit Werbung in den eigenen Apps.

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Dirk Muchow · Herausgeber

Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.

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