STIMMUNG STEIGT

Sechstes Plus in Folge: Deutsche Firmenchefs werden optimistischer, DAX legt zu

Das ifo-Geschäftsklima klettert im Oktober auf 90,2 Punkte und damit auf den besten Wert seit dem Frühjahr 2023, und der DAX zieht mit.

Dirk Muchow·
P. Horst und H. Grell: Studien zur Schaf- und Ziegenhaltung in den Tropen und Subtropen. München 1973. Buchdeckel, Deckblatt und Inhaltsverzeichnisse. Ifo Insti
P. Horst und H. Grell: Studien zur Schaf- und Ziegenhaltung in den Tropen und Subtropen. München 1973. Buchdeckel, Deckblatt und Inhaltsverz · Lizenz: Public domain · Bild: P. Horst, H. Grell / Wikimedia Commons, Studien zur Schaf- und Ziegenhaltung in den Tropen und Subtropen, P. Horst und H. Grell, 1973.jpg

Die deutschen Chefs schöpfen wieder Hoffnung! Das ifo-Geschäftsklima ist im Oktober um 0,3 auf 90,2 Punkte geklettert. Damit ist es zum sechsten Mal hintereinander gestiegen und steht so hoch wie seit dem Frühjahr 2023 nicht mehr. Analysten hatten nur mit 89,9 Punkten gerechnet.

Befragt wurden rund 9.000 Unternehmen. Vor allem ihr Blick nach vorn hellt sich auf. Die aktuelle Lage bewerten sie dagegen schwächer, und das bei weiter hohen Energiepreisen.

Industrie zieht an, Dienstleister schwächeln

Kräftig nach oben geht es in der Industrie. Dank neuer Aufträge bewerten die Betriebe dort sowohl ihre Lage als auch ihre Aussichten deutlich besser. Bei den Dienstleistern sinkt die Laune. Ausnahme sind IT-Firmen: Sie profitieren vom KI-Boom und vom Bau vieler neuer Rechenzentren.

Die Börse griff die Zahlen dankbar auf. Der DAX stieg zum Wochenstart um 0,9 Prozent auf 25.410 Punkte. Am Freitag hatte er bei 25.181 Punkten geschlossen, über die Vorwoche hatte er 1,7 Prozent verloren. Auch der Ölpreis gab etwas nach, Brent kostete aber immer noch knapp 112 Dollar je Barrel.

Noch keine Trendwende

Eine Trendwende ist das aber noch nicht. Ein Vermögensverwalter sieht den DAX weiter in einer Seitwärtsbewegung gefangen. Viele Anleger fürchten, US-Präsident Donald Trump könnte Iran nach den Zwischenwahlen erneut angreifen. Am Mittwoch entscheidet die US-Notenbank über die Zinsen, am Donnerstag die EZB.

Ein Bankanalyst bremst zusätzlich: Einen echten Aufschwung bei den Investitionen zeigt das Barometer nicht. Immerhin erwartet der IWF für dieses Jahr 1,3 Prozent Wachstum, die Bundesregierung rechnet mit demselben Wert.

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Dirk Muchow · Herausgeber

Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.

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