ABFINDUNGEN

Microsoft bietet 60.000 Mitarbeitern Geld fürs Gehen an

Der Tech-Riese will Kosten drücken, um Milliarden in künstliche Intelligenz zu stecken – es ist schon das zweite Programm in diesem Jahr.

Dirk Muchow·
Firmengelände von Microsoft in Redmond mit dem Konzernlogo an einem Gebäude
The west campus of Microsoft, Redmond, Washington, taken from about 1,500'. The photo is looking south-east. The west campus is bounded on · Lizenz: Public domain · Bild: Jelson25 / Wikimedia Commons, Aerial Microsoft West Campus August 2009.jpg

Paukenschlag beim Software-Giganten: Microsoft bietet 60.000 Beschäftigten eine Abfindung an. Das ist mehr als jeder vierte Mitarbeiter des Konzerns. Das Angebot gilt für Angestellte in den USA, in Kanada, Indien und Großbritannien.

Personalchefin Amy Coleman hat das am Montag in einem internen Schreiben an die Belegschaft bekannt gemacht. Der Konzern wolle damit flexibler werden, heißt es darin. Und: Es ist schon das zweite Abfindungsprogramm in diesem Jahr!

Fast alle Sparten betroffen

Infrage kommen sollen Mitarbeiter aus nahezu allen Bereichen, etwa aus KI, Finanzen und Personalwesen. Marketing und Sicherheit sollen dagegen außen vor bleiben.

Milliarden für Chips und Rechenzentren

Hinter dem Programm steckt der KI-Hunger des Konzerns. Microsoft will Kosten senken, um gigantische Summen in künstliche Intelligenz zu pumpen. Für Rechenzentren und Chips plant der Konzern in diesem Jahr 130 bis 145 Milliarden Dollar ein, umgerechnet etwa 116 bis 129 Milliarden Euro. Das ist fast doppelt so viel wie 2025.

Ende Juni arbeiteten 223.000 Menschen für Microsoft. Das waren rund 5000 weniger als am Ende des Vorjahres.

Bemerkenswert: Mitgründer Bill Gates hatte erst im August in einem Blogbeitrag davor gewarnt, dass KI massenhaft Jobs vernichten könnte. Vor allem junge Leute hätten dann kaum noch Chancen auf eine Stelle, so seine Sorge.

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Dirk Muchow · Herausgeber

Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.

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