ABFINDUNGEN
Ansturm auf Abfindungen: BMW macht sein Programm vorzeitig dicht
Nach nur knapp drei Wochen ist Schluss: BMW nimmt keine Anmeldungen für sein Abfindungsprogramm mehr an, das Ziel sei erreicht.

Der Andrang ist riesig, jetzt zieht BMW den Stecker. Für das freiwillige Abfindungsprogramm des Autobauers gibt es keine neuen Anmeldungen mehr. Der Konzern sagt: Das gesteckte Ziel ist schon vor dem geplanten Ende erreicht.
Dabei lagen die persönlichen Angebote erst seit knapp drei Wochen auf dem Tisch. Verschickt wurden sie an Zehntausende Beschäftigte in Deutschland.
Wer überhaupt gehen darf
Am Band hat niemand eine Chance: Wer in der Produktion arbeitet, ist ausdrücklich ausgeschlossen. In Deutschland zielt das Angebot nur auf sogenannte indirekte Mitarbeiter, also Leute aus Verwaltung, Entwicklung und ähnlichen Bereichen. Das trifft vor allem den Standort München. Dort arbeiten besonders viele Beschäftigte außerhalb der Produktion.
Über eine Milliarde im Topf
Für das Programm hat BMW offenbar gut eine Milliarde Euro beiseitegelegt. Darauf deuten frühere Angaben des Konzerns hin. Teilt man die Summe auf, wären für viele Teilnehmer Beträge weit im sechsstelligen Bereich möglich.
Eine konkrete Zielzahl nannte BMW bei der Ankündigung im Sommer nicht. Konzernkreise sprachen damals von rund 8.000 Stellen, die weltweit wegfallen sollen, gut die Hälfte davon in Deutschland. Rechnerisch spricht das für ungefähr 5.000 Interessierte.
Ob es klappt, erfahren die Teilnehmer bis Mitte November. Nach Angaben aus Konzernkreisen bekommen die meisten einen Aufhebungsvertrag, aber eben nicht alle. Und nicht jeder ist sofort raus: Das zunächst genannte Datum Oktober 2027 meinte das späteste Ende der Arbeitsverhältnisse.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








