OLYMPIA
Südafrika schickt Durban ins Olympia-Rennen – neue Konkurrenz für München
Noch nie gab es Olympische Spiele in Afrika – jetzt bewirbt sich Durban für 2036 oder 2040 und wird damit zum Rivalen von München.

Südafrika greift nach Olympia! Noch nie hat ein afrikanisches Land Olympische oder Paralympische Spiele ausgerichtet. Jetzt schickt Südafrika die Hafenstadt Durban ins Rennen, für die Sommerspiele 2036 oder 2040. Für München heißt das: Durban ist einer von derzeit sechs Konkurrenten.
Die Wahl überrascht. Nicht Johannesburg, nicht Kapstadt, sondern Durban soll es machen. So hat es das Nationale Olympische Komitee entschieden. Die drittgrößte Stadt des Landes zählt mit Umland knapp vier Millionen Einwohner und ist damit mehr als doppelt so groß wie München. Sie liegt am Indischen Ozean und ist bei Surfern und Urlaubern beliebt.
Sommerspiele im Winter
Zur Spielzeit wäre in Südafrika Winter. Tagsüber hätte es um die 20 Grad, meist sonnig und trocken. Das Komitee gibt sich kämpferisch: Durban sei bereit und lasse sich nicht einschüchtern. Die Spiele könnten Jobs in der Region schaffen und dem Land wirtschaftliche Chancen bringen.
Die Geld-Frage
Kritiker warnen vor erheblichen finanziellen Risiken. 2017 wurden Durban die Commonwealth Games 2022 wieder weggenommen, weil die Finanzierung platzte. Diesmal sollen möglichst viele vorhandene Anlagen genutzt werden. Als Olympiastadion ist die Arena der Fußball-WM 2010 geplant. Dort verlor Deutschland das Halbfinale 0:1 gegen Spanien.
Münchens Weg
Ende September legte sich der Deutsche Olympische Sportbund auf München fest, für 2036, 2040 und 2044. Hamburg war nach einem Bürgerentscheid raus, Berlin zog zurück. Am Ende setzte sich München knapp gegen die Region Köln-Rhein-Ruhr durch.
Der Zeitplan: Bewerbungen für 2036 müssen bis Ende Oktober beim IOC liegen. Bis Ende März 2027 will das IOC vorsortieren, Mitte 2029 soll die Entscheidung fallen.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








