STREIT UM KANE
Klopp zweifelt an Kane-Rolle – Bayern-Boss verteidigt seinen Star
Bundestrainer Jürgen Klopp hinterfragt Harry Kanes Rolle beim FC Bayern, Vorstandschef Dreesen vergleicht den Stürmer mit einem NFL-Quarterback.

Zoff um Harry Kane! Bundestrainer Jürgen Klopp hat die Rolle des Bayern-Stars öffentlich in Frage gestellt. Jetzt stellt sich die Münchner Chefetage demonstrativ vor ihren Stürmer.
Auslöser war das 2:2 der Bayern gegen den FC Arsenal in der Champions League. Klopp sagte danach im Fernsehen sinngemäß, er habe bis heute nicht ganz verstanden, was die Münchner gegen den Ball machen. Besonders störte ihn, dass Kane überall auf dem Platz auftaucht. Mit Ball sei das in Ordnung, ohne Ball sehe er das kritisch.
Dreesen nennt Kane einen Quarterback
Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen verglich Kane in einem Interview mit einem Quarterback aus der NFL: Der Engländer schieße nicht nur Tore, er lenke immer öfter auch das Spiel. Diese Rolle verstehe vielleicht nicht jeder Trainer, so Dreesen sinngemäß. Für den Klub sei Kane aber jeden Euro wert gewesen.
Das lässt sich als Spitze gegen Klopp lesen. Den Namen des Bundestrainers nannte Dreesen allerdings nicht.
Vertrag bis 2029 geplant
Kane hat am vergangenen Montag den Ballon d’Or gewonnen und wurde damit als bester Fußballspieler ausgezeichnet. Sein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Laut Dreesen gibt es gute Gespräche, man sei schon bei den Details. Geplant ist eine Verlängerung bis 2029. Im Sommer 2023 hatten die Bayern rund 95 Millionen Euro für den heute 33-Jährigen an Tottenham gezahlt.
Gegenwind für Klopp
Bayern-Trainer Vincent Kompany wollte zu Klopps Analyse nichts sagen und lächelte die Frage weg. Deutlicher wurde Matthias Sammer: Klopp habe unterschätzt, dass er jetzt Nationaltrainer sei, und müsse schnell lernen. Auch Oliver Kahn fragte sich, ob da der Bundestrainer gesprochen habe oder noch der Fußballexperte.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.







