DFB-POKAL
Sabitzer-Hammer in der Nachspielzeit: BVB zittert sich gegen Bremen weiter
Dortmund führt 2:0, lässt Werder zurückkommen und gewinnt durch einen späten Freistoß von Marcel Sabitzer mit 3:2.

Was für ein Abend in Dortmund! Borussia Dortmund steht nach einem 3:2 gegen Werder Bremen in der nächsten Runde des DFB-Pokals. Das Siegtor erzielte Marcel Sabitzer per Freistoß, und zwar in der dritten Minute der Nachspielzeit.
Lange deutete nichts auf ein Drama hin. Serhou Guirassy und Carney Chukwuemeka hatten zum 2:0 getroffen. In der ersten Halbzeit lief es: geduldiger Aufbau, mutiges Pressing, kluge Ideen von Joey Veerman. Trainer Niko Kovač lobte danach jeden einzelnen Spieler für diese Hälfte.
Füllkrug schlägt doppelt zu
Dann kippte die Partie. Niclas Füllkrug traf zweimal für Bremen, Mitchell Weiser hatte sogar die Chance auf das dritte Werder-Tor. Auch erfahrene Kräfte wie Schlotterbeck, Waldemar Anton und Julian Ryerson wackelten.
Kovač räumte ein, sein Team sei in dieser Phase sehr unorganisiert gewesen. Sportdirektor Ole Book sprach von einem Verwaltungsmodus, in den die Mannschaft umgeschaltet habe.
Zuruf von der Seitenlinie
Am Ende entschied ein Kommando des Trainers. Schlotterbeck wollte eigentlich, dass Sabitzer Svensson flanken lässt. Kovač verlangte nach eigener Schilderung von draußen den direkten Schuss. Sabitzer zog ab, traf, und die Südtribüne bebte. Der Trainer nannte das Tor hinterher schlicht verrückt.
Grenzenloser Jubel blieb trotzdem aus. Sportgeschäftsführer Lars Ricken berichtete, in der Kabine sei die Freude nicht ungetrübt gewesen. Denn schon am Samstag wartet der Klassiker beim FC Bayern München. Die große Frage: Welcher BVB reist an? Der aus der ersten oder der aus der zweiten Halbzeit?
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.






