G20-STREIT
Merz stellt sich gegen Trump: Südafrika gehört an den G20-Tisch
Trump will Südafrika beim G20-Gipfel in Miami nicht dabeihaben, doch Kanzler Merz verlangt, dass das Land im Dezember mit am Tisch sitzt.

Klare Kante aus Berlin! Im Streit um den G20-Gipfel stellt sich Kanzler Friedrich Merz (CDU) gegen US-Präsident Donald Trump. Es geht um Südafrika. Trump will das Land im Dezember nicht in Miami sehen. Merz will es dort haben.
In einer Rede auf der Konferenz „Berlin Global Dialogue“ sagte der Kanzler: „Selbstverständlich gehört Afrika an den Tisch.“ Südafrika sei Mitglied der G20, die Afrikanische Union ebenso. Wer über die Zukunft der Weltwirtschaft rede, müsse alle wichtigen Partner einbinden. Merz drängt deshalb darauf, dass Südafrika vertreten ist.
Trumps Vorwurf
Schon im November 2025 hatte Trump angekündigt, Südafrika bekomme keine Einladung. Er wirft dem Land einen Völkermord an weißen Farmern vor. Südafrikas Regierung und Fachleute weisen diesen Vorwurf entschieden zurück. Kremlchef Wladimir Putin steht dagegen trotz seines Angriffskriegs gegen die Ukraine auf der Gästeliste.
Merz' Plan für Miami
Die Bundesregierung hat den USA eine „Wachstumsagenda“ für das Treffen vorgeschlagen: weniger Bürokratie, Strukturreformen, mehr Investitionen. Außerdem sollen künstliche Intelligenz, sichere und bezahlbare Energie, unfaire Handelspraktiken und die weltweit steigenden Staatsschulden zur Sprache kommen.
Für Trump gab es trotzdem auch Lob. Merz bedankte sich für die Einladungen an Spanien, die Niederlande und Polen. Die drei Länder gehören eigentlich nicht zur G20. Der Kanzler will erreichen, dass sie auch künftig dabei sind.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.







