STEUERGELD
511.000 Euro vom Innenministerium für Islam-Verband mit Spur zu Milli Görüş
Das Innenministerium zahlt dem Wohlfahrtsverband IKW rund 511.000 Euro, und über den Islamrat gehört indirekt auch Milli Görüş dazu.

Rund 511.000 Euro aus dem Bundeshaushalt bekommt das Islamische Kompetenzzentrum für Wohlfahrtswesen, kurz IKW, vom Bundesinnenministerium. Das steht in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion.
So kommt die Summe zustande: 2024 flossen rund 124.000 Euro, 2025 rund 123.000 Euro. Für 2026 sind 132.000 Euro eingeplant. Für 2027 hat das Ministerium dem Verband für das Projekt „QualiPro“ schon 131.828 Euro rechtlich verbindlich bewilligt.
Die Spur zu Milli Görüş
Im IKW haben sich mehrere Islam-Verbände zusammengeschlossen, darunter DITIB, der Zentralrat der Muslime und der Islamrat. Der Islamrat stellt mit Ali Kızılkaya sogar den Vize-Chef des IKW. Sein größtes Mitglied ist die Islamische Gemeinschaft Milli Görüş (IGMG). Die Verfassungsschützer in Bayern und Baden-Württemberg beobachten sie. Bayern ordnet die IGMG dem islamistischen Spektrum zu.
Islamrat-Chef Burhan Kesici sorgte im Mai für Wirbel. In einem Interview nannte er die Lebensweisen aus einer Kampagne, in der auch ein schwules muslimisches Paar zu sehen ist, Abnormalitäten. Später verteidigte er das Wort als theologischen Fachbegriff.
Dobrindt fragte selbst nach
Pikant: Im Oktober 2023 wollten Friedrich Merz und Alexander Dobrindt, damals noch in der Opposition, per Kleiner Anfrage wissen, ob Fördergeld bei Akteuren landet, die der Verfassungsschutz beobachtet. Das IKW nannten sie dabei ausdrücklich. Die damalige Regierung antwortete, dazu habe sie keine Kenntnisse.
Heute ist Merz Kanzler und Dobrindt Innenminister. Unter Dobrindt fließt das Geld weiter: Nach seinem Amtsantritt bewilligte er für 2026 und 2027 jeweils knapp 132.000 Euro.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.






