HALLOWEEN-ALARM
Zentralrat der Juden warnt: Gewaltaufrufe für Halloween in 21 deutschen Städten
Der Zentralrat der Juden schlägt Alarm: Im Netz kursieren Aufrufe zu Krawallen am Halloween-Wochenende, betroffen sind demnach 21 Städte.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland schlägt Alarm vor dem Halloween-Wochenende. In einer internen Sicherheitswarnung an die jüdischen Gemeinden spricht der Verband von einer erhöhten Gefährdungslage. Er sieht ein erhebliches Risiko, dass die Lage in antisemitische Gewalt umschlagen könnte.
Aufrufe in sozialen Netzwerken
Nach Angaben des Zentralrats wird in mehreren sozialen Netzwerken bundesweit zu gewaltsamen Krawallen am 30. und 31. Oktober aufgerufen. Der Ton dort sei extrem gewaltbereit. Es fallen Parolen wie „Purge“ und „No rules“, dazu der Verweis auf die Krawalle in Frankreich.
Betroffen sind demnach 21 Städte, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Leipzig, Dresden, Stuttgart und Düsseldorf.
Spur nach Frankreich
Laut der Warnung deuten Analysen auf Verbindungen zwischen pro-palästinensischen Akteuren in Deutschland und kriminellen Gruppen in Frankreich hin. Der jüdische Sicherheitsdienst in Frankreich hält zwar fest, dass sich die Krawalle dort nicht in erster Linie gegen jüdische Einrichtungen richteten. Der Zentralrat fürchtet trotzdem, dass Extremisten die Proteste unterwandern.
Besonders heikel: Der 31. Oktober fällt in diesem Jahr auf einen Schabbat. Die deutschen Sicherheitsbehörden nehmen die Bedrohung nach Darstellung des Zentralrats ernst. Den Gemeinden wird geraten, früh Polizei und Staatsschutz einzuschalten, ihr Sicherheitspersonal vorzubereiten und deutlich wachsamer zu sein.
Auch für den Alltag gibt der Zentralrat klare Hinweise: in den Innenstädten besonders aufmerksam sein, großen Menschenmengen weiträumig ausweichen und bei Auffälligkeiten sofort die 110 wählen.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








