HALLOWEEN-DEMOS
Gen-Z-Proteste: Herrmann schickt massive Polizei auf Bayerns Straßen
Vor den Gen-Z-Protesten am 31. Oktober will Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in München und Nürnberg mit einem Großaufgebot präsent sein.

Am Samstag ist Halloween. Für diesen Tag ruft die Initiative „Gen Z regelt“ in 23 deutschen Städten zum Protest auf. Die Themen sind Bildung, Klimaschutz, bezahlbares Leben und der Widerstand gegen die Wehrpflicht. Bayern rüstet sich: Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigt für die angemeldeten Demos in München und Nürnberg ein massives Polizeiaufgebot an.
Viele haben die Bilder aus Frankreich noch vor Augen: brennende Autos, geplünderte Läden. Herrmann ist sicher, dass Bayern so eine Eskalation verhindert. Die Demonstrationsfreiheit wird geschützt, Gewalt und Plünderungen werden nicht geduldet. Der Minister pocht auf das bayerische Vermummungsverbot. Konkrete Hinweise auf geplante Gewalttaten gibt es nach seinen Angaben bisher nicht.
Wer an Halloween feiert, soll nach Herrmanns Rat Abstand zu den Versammlungen halten.
Streit mit der Linken
Die Linke unterstützt die Proteste. Parteichefin Ines Schwerdtner hatte gefordert, Deutschland müsse nachziehen. Herrmann wirft ihr deshalb Sympathie für Leute vor, die gegen die Polizei vorgehen. Das nennt er unerträglich.
Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Bayern rechnet im Freistaat nicht mit Plünderungen oder Brandstiftungen. Mehr Sorgen machen ihr Frankfurt, Leipzig und Berlin. Dorthin dürften bayerische Beamte zur Unterstützung reisen. Dazu bindet das Bundesligaspiel FC Bayern gegen Dortmund am selben Tag viele Kräfte.
Auch andere Unionspolitiker sind alarmiert. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) und der Unions-Innenexperte Alexander Throm (CDU) warnen davor, dass Linksextreme die Proteste unterwandern könnten.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








