PROTESTSONG
Bryan Adams singt gegen Trump: Neuer Song „Lake Ontario“ verspottet den US-Präsidenten
Kanadas Rockstar Bryan Adams nimmt sich in „Lake Ontario“ den US-Präsidenten vor: Es geht um einen umbenannten See, den Iran und die Epstein-Akten.

Rocklegende Bryan Adams (66) hat genug. Der Kanadier hat einen neuen Song veröffentlicht. Er zielt direkt auf US-Präsident Donald Trump. Titel: „Lake Ontario“.
Streit um einen See
Der Hintergrund: Im August unterschrieb Trump ein Dekret. Danach heißt der See an der Grenze zwischen Kanada und den USA für die Bundesbehörden in Washington nur noch „Lake America“. Beim Golf von Mexiko hatte er es vorher genauso gemacht: Daraus wurde der „Golf von Amerika“.
Adams hält mit dem alten Namen dagegen. Im Lied erinnert er daran, dass schon die Irokesen dem See einen Namen gegeben hatten. Seine Botschaft: Der Name gehört den First Nations. Ein Erlass ändert daran nichts.
Iran und Epstein
Auch sonst teilt Adams aus. Er singt über den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Weil es dort nicht nach Trumps Willen gelaufen sei, habe sich der Präsident benommen wie ein trotziges Kleinkind. So zeichnet ihn der Song. Adams deutet das als Ablenkung von den Epstein-Akten, also vom Skandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
Es ist nicht sein erster Seitenhieb. Schon am 1. Juli, dem kanadischen Nationalfeiertag, brachte Adams „51st State“ heraus. Damit reagierte er auf Trumps Äußerungen, er würde Kanada gern als 51. Bundesstaat der USA sehen.
Beide Lieder stehen auf dem neuen Album „How’s It Goin’“. Es soll im November erscheinen. Weltberühmt wurde Adams mit Hits wie „Summer of ’69“ und „Please Forgive Me“.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








