VENEZUELA

Zurück aus dem Exil: Machado dankt Trump für Maduros Sturz

Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ist zurück in Venezuela und feiert US-Präsident Trump für den Militäreinsatz gegen Maduro.

Dirk Muchow·
María Corina Machado, venezolanische Oppositionsführerin, bei einem öffentlichen Auftritt
Marcha de protesta contra Maduro el 02 de Febrero del 2019 en Caracas convocada por Juan Guaido Presidente Interino de Venezuela. · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Alexcocopro / Wikimedia Commons, Marcha Caracas 02 febrero 2019 maría corina machado.jpg

Sie ist zurück, und sie hat eine klare Botschaft. Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat sich bei US-Präsident Donald Trump bedankt. Bei ihrer ersten Pressekonferenz in Caracas lobte die Friedensnobelpreisträgerin seinen Mut und seine Weitsicht. Durch sein Eingreifen am 3. Januar sei der Weg in die Freiheit frei geworden.

Damals hatten US-Soldaten auf Trumps Befehl den Machthaber Nicolás Maduro in Caracas festgenommen und in die USA gebracht. Machado hatte Trump dafür schon früher überschwänglich gelobt und ihm sogar ihre Nobelmedaille überreicht. Dank bekam diesmal auch US-Außenminister Marco Rubio.

Tausende jubeln in Caracas

Schon am Sonntag fuhr Machado stehend in einem Auto durch die Hauptstadt. Tausende Anhänger säumten die Straßen. In Umfragen liegt sie weiter vorn. Jetzt will sie die Gesellschaft mobilisieren. Rubio habe einen Fahrplan angekündigt, der zu Demokratie und einer Präsidentschaftswahl 2027 führen soll, sagte sie.

Ohne Risiko ist ihre Rückkehr nicht. Einen Freipass, eine Garantie oder auch nur ein Signal habe sie nicht bekommen, sagte Machado. Ganz oben auf ihrer Liste steht die Abschaffung der Hass- und Terrorismusgesetze. Diese würden weiter als Drohung gegen Millionen Venezolaner eingesetzt.

Washington setzt auf Rodríguez

Trotz des Lobs setzt Trump bisher auf Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez. Sie tat Machados Auftritt als Show ab und kündigte Wahlen an, nannte aber kein Datum. Ein Politikwissenschaftler in Berlin sieht darin Kalkül. Aus seiner Sicht profitieren auch die USA von Rodríguez, weil ihre Regierung amerikanischen Firmen Vorteile verschafft.

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Dirk Muchow · Herausgeber

Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.

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