IRAN-KRIEG
Seltenes Treffen im Weißen Haus: Trump lässt sich Iran-Optionen vorlegen
Centcom-Chef Brad Cooper hat Donald Trump laut US-Medien persönlich militärische Optionen gegen den Iran vorgestellt, kurz vor den Kongresswahlen.

Seltener Termin im Weißen Haus: Der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, hat Donald Trump am Donnerstag persönlich unterrichtet. So berichten es US-Medien, die sich auf Regierungsbeamte stützen. Cooper soll dem Präsidenten dabei auch militärische Optionen gegen den Iran dargelegt haben.
Wirkt die Blockade?
Einem weiteren Bericht zufolge ging es vor allem um die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küsten. Trump wollte demnach direkt vom Admiral hören, ob sie greift. Auch die Lage in der Straße von Hormus kam auf den Tisch. Dort geleitet die US-Marine seit Monaten zivile Schiffe durch die Meerenge.
Mit dabei waren laut den Berichten Generalstabschef Dan Caine, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Kabinettsmitglieder.
Schlag nach der Wahl?
Am Dienstag stehen in den USA die Kongresswahlen an. Für die Zeit danach sollen mehrere Golfstaaten gewarnt worden sein, sich auf einen kurzen, harten Militäreinsatz gegen den Iran einzustellen. Nach Angaben aus seinem Umfeld hat Trump noch nichts entschieden, er neige aber zu einem größeren Schlag. Mögliche Ziele wären laut Berichten Atomanlagen, Raketen- und Drohnenlager sowie Energieanlagen.
Berichten zufolge laufen bereits Vorbereitungen. Ein weiteres Patriot-System soll von Texas nach Israel verlegt werden. Soldaten wurden von besonders gefährdeten Stützpunkten abgezogen, Munitionsbestände werden aufgefüllt. Rund 20 US-Kriegsschiffe sind schon in der Region.
Bomben oder Verhandeln?
In Washington stehen sich den Berichten zufolge zwei Linien gegenüber. Finanzminister Scott Bessent setzt auf Sanktionen und Blockade. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu drängt auf neue Angriffe. Parallel soll es neue diplomatische Bemühungen geben, federführend mit Vizepräsident JD Vance. Der Iran droht mit Vergeltung.
Bis Mitte Oktober hat der Krieg die USA nach Schätzungen rund 47,1 Milliarden Dollar gekostet.
Sie wollen wissen, was hinter den Schlagzeilen steckt? Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von Dirk Muchow Klartext!
Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.






