JUGEND-PROTEST
Magdeburg: Über 5000 Zusagen für Jugend-Protest gegen Wehrpflicht
Am Samstag will die Generation Z in Magdeburg gegen Wehrpflicht, hohe Preise und Kürzungen bei der Bildung auf die Straße gehen.

Die Jugend geht auf die Straße! Am Samstag will die Initiative „Gen Z regelt“ in Magdeburg protestieren: gegen die Wehrpflicht, gegen die hohen Preise im Alltag und gegen Kürzungen bei der Bildung. Auf ihrer Internetseite haben schon mehr als 5100 Menschen ihr Kommen angekündigt. Los geht es um 14 Uhr am Willy-Brandt-Platz.
Bei der Polizei sieht die Rechnung anders aus. Dort liegt bisher eine Anmeldung mit nur 500 erwarteten Teilnehmern vor. Das Motto lautet „Der Jugend eine Zukunft“, angemeldet hat eine Privatperson. Was die Beamten für Samstag planen, verraten sie aus taktischen Gründen nicht. Ob sie mit Krawallen rechnen, ließen sie offen.
Der Funke kam aus Frankreich
In Frankreich gehen Schüler seit Ende September zu Hunderttausenden auf die Straße. Sie wollen besser ausgestattete Schulen und mehr Lehrer. Dabei kam es zu Krawallen und Plünderungen, es gab Verletzte und Tausende Festnahmen. Auch in Italien und Belgien krachte es zuletzt zwischen Demonstranten und Polizei.
In Deutschland ruft die Initiative für den 31. Oktober in 23 Städten zum Protest auf. Sie verlangt Geld für Bildung und Gesundheit, ein bezahlbares Leben und mehr Klimaschutz. Gewalt lehnt sie nach eigenen Angaben klar ab. Die Bundesschülerkonferenz unterstützt Proteste für bessere Bildung, solange sie friedlich bleiben.
Behörden schauen genau hin
Das Bundesinnenministerium stimmt sich eng mit Frankreich und Italien ab. Seine Warnung: Gewaltbereite Extremisten könnten die Proteste für sich nutzen. Konkrete Hinweise auf geplante Gewalt haben die Polizeien mehrerer Städte bislang nicht gemeldet.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








