JUGEND-DEMOS
Jugend-Demos am Samstag: BKA findet keine Aufrufe zu organisierter Gewalt
Vor den Jugendprotesten am Samstag in 23 Städten hat das BKA nach eigenen Angaben keine konkreten Aufrufe zu organisierter Gewalt festgestellt.

Vor dem Wochenende wird viel vor Gewalt gewarnt. Das Bundeskriminalamt bleibt gelassen. Für die Jugendproteste am Samstag, 31. Oktober, hat die Behörde keine Erkenntnisse, die auf eine grundsätzlich unfriedliche Lage bei den Versammlungen schließen lassen. Mit Krawallen wie in Frankreich rechnet das BKA derzeit nicht.
Ganz still ist es im Netz aber nicht. Laut einem BKA-Sprecher gibt es einzelne Kommentare und Beiträge, die man als Aufruf zu Gewalt lesen könnte. Konkrete Aufrufe zu organisierter Gewalt hat die Behörde bisher aber nicht festgestellt. Nach Einschätzung des BKA grenzen sich die Aufrufe in den sozialen Medien von den Ausschreitungen im Ausland ab.
Wer hinter den Protesten steht
Eine Initiative mit den Namen „GenZ regelt“ und „GenZ steht auf“ ruft zu den Protesten auf. Geplant sind Demos in 23 Städten. Die Initiative fordert mehr Klimaschutz und Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten. Außerdem richtet sie sich gegen die Wehrpflicht. Gewalt lehnt sie ausdrücklich ab.
Ein Sprecher der Organisatoren erwartet einen entspannten Tag. Für alles, was außerhalb der eigenen Versammlungen geschieht, sieht er seine Gruppe aber nicht in der Verantwortung.
Neubauer: Weniger Aufregung
Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisiert die Debatte vor den Protesten. In einem Instagram-Video sagte sie, aus vielen Äußerungen spreche die Haltung, junge Menschen seien nur Gäste in einer Gesellschaft der Älteren. Aus ihrer Sicht funktioniert der Generationenvertrag nicht mehr. Die Lasten würden immer stärker auf die Jungen abgewälzt.
Wie der Samstag verläuft, kann laut Neubauer niemand sicher sagen. Sie räumt ein, dass sich Bewegungen unterwandern lassen. Das sei aber bei jeder Bewegung in Deutschland so. Ihr Rat: abwarten und die Aufregung herunterfahren.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








