NATO-OSTFLANKE
Heereschefs sicher: Nato kann im Baltikum schnell reagieren
Die Heereschefs aus Deutschland und den Niederlanden haben das Baltikum erkundet und halten die Nato dort schon jetzt für schnell reaktionsfähig.

Die Nato-Ostflanke im Blick: Seit Dienstag sind die Heereschefs aus Deutschland und den Niederlanden im Baltikum unterwegs. Der deutsche Generalleutnant Christian Freuding und sein niederländischer Kollege Generalleutnant Jan Swillens erkunden mögliche Einsatzräume in Estland, Lettland und Litauen.
Mit dabei sind alle Generäle beider Heere, zusammen mehr als 70 Soldaten. Die Gruppe fuhr an mehreren Stellen bis ins Grenzgebiet zu Russland und Belarus. In Litauen bekamen die Militärs Einsatzabläufe und neue Waffensysteme vorgeführt.
Schnelle Antwort möglich
In Rokantiskes am Stadtrand von Vilnius berieten sie mit dem litauischen Brigadegeneral Nerijus Stankevicius. Danach traten sie vor die Presse. Ihre Einschätzung: Provoziert Russland im Baltikum militärisch, kann die Nato schon heute schnell reagieren.
Swillens sprach offen an, dass jemand mit dem Gedanken an eine kleine Landnahme spielen könnte. Das wäre aus seiner Sicht eine ausgesprochen dumme Idee. Die Truppe sei heute einsatzbereit und werde morgen noch umfassender vorbereitet sein.
Freuding erklärte, die Nato-Kräfte im Baltikum könnten auch einen Angriff aus dem Stand beantworten. Im Militärjargon heißt das „fight tonight“. Die Heere beider Länder seien bereits eng verzahnt. Abschreckung und Verteidigung an der Ostflanke sind für ihn vorerst die wichtigste Aufgabe der Streitkräfte.
Deutsche Panzerbrigade in Litauen
Deutschland hat zum Schutz der Ostflanke die Panzerbrigade 45 in Litauen stationiert. Die Brigade befindet sich noch im Aufbau.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








