AUTOS RAUS
Autos raus! Londons bekannte Oxford Street wird Fußgängerzone
Seit Montag rollen auf knapp einem Kilometer der Londoner Oxford Street keine Autos, Busse und Taxis mehr, die Stadt hofft auf neues Leben für die Meile.

London macht ernst: Auf einer der bekanntesten Einkaufsstraßen überhaupt ist Schluss mit dem Verkehr. Seit Montag dürfen auf knapp einem Kilometer der Oxford Street keine Autos, Busse, Taxis und Fahrräder mehr fahren. Das Teilstück reicht von der Orchard Street bis zur Great Portland Street. Später soll die Sperrzone verlängert werden.
Bisher war die Straße nur von Montag bis Samstag zwischen 7 und 19 Uhr gesperrt. Busse und Taxis durften trotzdem durch. Damit ist jetzt Schluss. An einigen Stellen sollen Fahrzeuge die Zone aber weiter queren können.
Leere Läden, Ramsch und Souvenirs
Rund 500.000 Menschen sind jeden Tag auf der Meile unterwegs, in der Weihnachtszeit noch mehr. Doch der Glanz ist ab. Manche Geschäfte stehen leer, in andere sind Billigläden und Andenkenshops gezogen. Für das noble Image ist das Gift.
150 Millionen Pfund für den Neustart
Bis zum Frühjahr 2027 sollen mehr als 50 Bäume gepflanzt und Stühle und Bänke aufgestellt werden. Der ganze Umbau soll etwa 150 Millionen Pfund kosten, umgerechnet rund 178 Millionen Euro. Die Stadt hofft auf mehr Besucher, neue Jobs und Wachstum.
Bürgermeister Sadiq Khan spricht von einem bedeutenden Moment für die Hauptstadt und von einer neuen Ära für die Straße. Begeisterung herrscht aber nicht überall: Die Taxifahrer sind skeptisch.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.








