EINREISE GESTOPPT
Am Flughafen festgehalten: Martin Sellner meldet Einreiseverbot für Frankreich
Der österreichische Aktivist Martin Sellner sitzt nach eigenen Worten an einem französischen Flughafen fest und soll statt seiner Buchvorstellung abgeschoben werden.

Festgehalten am Flughafen, Abschiebung angekündigt: Der österreichische Aktivist Martin Sellner darf nach eigener Darstellung nicht nach Frankreich einreisen. Das meldete der 37-Jährige am Donnerstag auf X.
Dazu stellte er ein Foto, das den Bescheid der französischen Behörde zeigen soll. Schon am nächsten Tag werde er abgeschoben, schrieb Sellner. Bald werde man ihm auch sein Handy abnehmen.
Eigentlich hatte er für Freitag einen Auftritt in einer Pariser Buchhandlung geplant. Dort wollte er sein Buch „Remigration“ vorstellen und Exemplare signieren. Gegen den Termin wollten linke Gruppen auf die Straße gehen.
Sellner gibt sich kämpferisch. Menschen könne man stoppen, Ideen nicht, schrieb er. Französische Patrioten forderte er auf, auf die Straße zu gehen und für ihr Land zu kämpfen.
Kongress und Demo verboten
Am selben Tag untersagten die Behörden einen Kongress zum Thema Remigration. Er hätte am Samstag in einem Vorort von Paris stattfinden sollen. Auch eine für Sonntag geplante Demonstration in der Hauptstadt ist verboten.
Die Begründung lieferte der zuständige Präfekt: Das Treffen fuße auf einer fremdenfeindlichen und rassistischen Ideologie, die Migranten grundsätzlich als Gefahr für die Zukunft Europas betrachte.
Die Stimmung in Frankreich ist aufgeheizt, die Präsidentenwahl ist nur noch sechs Monate entfernt. Vergangene Woche wurde nahe Paris ein Mensch mit einer Maschinenpistole getötet, sieben weitere wurden verletzt. Mehrheitlich traf es Menschen mit Migrationshintergrund. Der mutmaßliche Schütze gab inzwischen zu, aus rassistischen Gründen gehandelt zu haben.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.







