UNWETTER-DRAMA
Sturm „Adam“ wütet in Südfrankreich: Mindestens vier Tote
Fluten in Südfrankreich: Zwei Frauen ertrinken in einem Keller, auf Korsika reißt das Wasser einen Geländewagen mit.

Vier Menschen tot, Dutzende in Notquartieren, Straßen und Schienen lahmgelegt: Sturm „Adam“ hat am Dienstag den Süden Frankreichs unter Wasser gesetzt. Eine weitere Person wurde verletzt.
Am schlimmsten traf es das Département Bouches-du-Rhône rund um Marseille. Dort starben zwei Frauen, 26 und 86 Jahre alt. Sie lagen ertrunken in einem Keller.
Einen Toten gibt es auch auf Korsika. Nach örtlichen Berichten erfassten die Fluten dort einen Geländewagen. Ein Mann aus dem Wagen wurde tot aufgefunden, ein anderer Insasse kam durchs Fenster frei. Zum vierten Todesfall gibt es noch keine Einzelheiten.
In Mouriès und Saint-Martin-de-Crau, zwei Orten zwischen Montpellier und Marseille, mussten Dutzende Bewohner in Notunterkünfte. In dieser Gegend wurde auch der eine Verletzte gezählt. Verkehrsminister Philippe Tabarot meldete Störungen auf Straßen und Bahnstrecken.
Jacques Witkowski, Präfekt der Bouches-du-Rhône, nannte die Pegel beispiellos. Die Behörden seien in außergewöhnlichem Umfang im Einsatz.
Auch Spanien getroffen
Zuvor hatte „Adam“ schon in Ostspanien zugeschlagen. Mindestens drei Menschen starben dort, alle drei Frauen: in Oliva und Sagunto in der Region Valencia sowie in Cabrera de Mar nahe Barcelona.
An der Mittelmeerküste waren mehrere Orte vom Wasser eingeschlossen, Hubschrauber holten Menschen von Hausdächern. Valencias Regionalregierung legt ein Hilfspaket von 23,5 Millionen Euro auf. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte Unterstützung beim Wiederaufbau zu.
Der nächste Sturm kommt
Und es ist nicht vorbei: Vom Atlantik rückt Sturm „Austen“ auf den Nordwesten Frankreichs zu. Von Donnerstagabend bis Freitag gilt Warnstufe Orange wegen Sturm für fünf Départements: Côtes-d'Armor, Finistère, Morbihan, Ille-et-Vilaine und Manche.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.






