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Rumäniens Geheimdienst: Russland steuert Sabotagenetz gegen Europas Rüstung

Nach einem Brandanschlag auf eine Rüstungsfirma in Brașov will Rumäniens Geheimdienst ein aus Russland gelenktes Sabotagenetz enttarnt haben.

Dirk Muchow·
Zentrale des rumänischen Geheimdienstes SRI in Bukarest
U.S. Marines from Alpha Fleet Anti-terrorism Security Team Company Europe (FASTEUR), Naval Station Rota, demonstrate the capabilities of a d · Lizenz: Public domain · Bild: Sgt. Esdras Ruano / Wikimedia Commons, U.S. & Romanian Forces Conduct Bilateral Training 150226-M-XZ244-222.jpg

Feuer bei einer Rüstungsfirma, und dahinter steckt nach Angaben des rumänischen Geheimdienstes ein Netz, das aus Russland gelenkt wird. Der Dienst SRI will eine Sabotagegruppe enttarnt haben. Sie soll es auf mehrere Länder in Europa abgesehen haben.

Brand in Brașov war der Auslöser

Am 14. September brannte es auf dem Gelände der Rüstungsfirma Carfil SA im rumänischen Brașov. Mit diesem Brand begannen die Ermittlungen. Der SRI hat dazu ein Video veröffentlicht. Darauf ist nach seinen Angaben mindestens ein Saboteur bei der Tat zu sehen.

Beteiligt sein sollen laut Geheimdienst mehrere Bürger aus früheren Sowjetrepubliken. Sie leben demnach in Staaten der EU. Gegen die Verdächtigen laufen bereits Verfahren vor Gericht.

Lange Zielliste aus Russland

Rumänien war nach Darstellung des SRI nicht das einzige Ziel. Die Hintermänner in Russland sollen der Gruppe eine lange Liste übergeben haben. Darauf standen laut SRI staatliche und private Rüstungsbetriebe sowie weitere Anlagen, die militärisch oder industriell wichtig sind. Der Geheimdienst wertet den Fall als Teil einer größeren russischen Sabotagekampagne in Europa.

Die Spur führt auch nach Deutschland und Polen. In Deutschland wurden nach den vorliegenden Angaben zwei Verdächtige festgenommen. In Polen wird nach einem weiteren gesucht. Die Verfahren laufen noch.

So werden Helfer geködert

Der SRI beschreibt auch, wie die Anwerbung laufen kann. Oft beginne sie in sozialen Netzwerken: Jemand biete Geld an, und zwar für eine Aufgabe, die auf den ersten Blick harmlos wirkt. Etwa: einen Ort beobachten oder fotografieren. Danach könnten die Aufträge deutlich gefährlicher werden. Wer Nein sagt, muss laut Geheimdienst mit Druck und Erpressung rechnen.

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Dirk Muchow · Herausgeber

Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.

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