CHAOS IN BARCELONA
Plünderungen und brennende Container: Rund 100 Festnahmen in Barcelona
Hunderte junge Leute folgten in Barcelona einem Aufruf im Netz, danach wurden Läden geplündert und Container angezündet – rund 100 Festnahmen.

Krawall-Nacht in Barcelona! Im Zentrum der katalanischen Hauptstadt kamen am Samstag Hunderte Jugendliche und junge Erwachsene zusammen. Etliche von ihnen randalierten: Läden wurden ausgeräumt, Müllcontainer gingen in Flammen auf. Fahrräder, Motorräder und Straßenmobiliar wurden demoliert.
Etwa ein Viertel der Festgenommenen minderjährig
Regionalpolizei und Stadtpolizei nahmen rund 100 Menschen fest. Den Berichten zufolge war etwa ein Viertel von ihnen noch minderjährig. Mehr als 220 Beamte waren im Einsatz, um die Lage in den Griff zu bekommen.
Los ging es gegen 18 Uhr. Über soziale Netzwerke war zu einer nicht angemeldeten Kundgebung in der Innenstadt aufgerufen worden. Wofür oder wogegen protestiert wurde, blieb unklar. In der Nacht gingen die Krawalle zunächst weiter.
Bürgermeister kündigt Konsequenzen an
Kataloniens Ministerpräsident Salvador Illa verurteilte die Gewalttaten. Für Gewalt sei in Katalonien kein Platz. Protest sei ein demokratisches Recht, Angriffe, Einschüchterung und Zerstörung dagegen nicht.
Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni sprach am späten Abend von Gewalt ohne jeden Grund und von Vandalismus. Er kündigte an, die Taten würden nicht ungestraft bleiben. Folgen soll es für erwachsene Randalierer ebenso geben wie für diejenigen, die für die Minderjährigen verantwortlich sind.
Auch in Frankreich und Italien kam es am Samstag erneut zu Protesten mit Gewalt und Zusammenstößen mit der Polizei. Dort ging es um ganz verschiedene Forderungen, unter anderem um die hohen Lebenshaltungskosten.
Sie wollen Nachrichten ohne Rundfunkbeitrag? Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von Dirk Muchow Klartext und verpassen Sie nichts mehr!
Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.







