KIRCHEN-SERIE
Fünf Kirchen in fünf Tagen: Unbekannte wüten in Leipzig
Zwischen dem 21. und 25. Oktober haben Unbekannte in Leipzig fünf Kirchen beschädigt, die Kripo prüft einen Zusammenhang.

Fünf Kirchen, fünf Tage, eine Spur der Zerstörung: In Leipzig haben Unbekannte zwischen dem 21. und 25. Oktober Gotteshäuser beschädigt. Scheiben gingen zu Bruch, Türen wurden demoliert, Fassaden beschädigt.
Die Kriminalpolizei ermittelt in allen fünf Fällen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Wer dahintersteckt und warum, ist bislang unklar. Auch die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.
Tatorte in mehreren Stadtteilen
Getroffen hat es Kirchen quer durch die Stadt. In der Torgauer Straße wurde eine Tür beschädigt, in Leutzsch ging eine Fensterscheibe kaputt. In Grünau-Mitte zersplitterten gleich mehrere Scheiben. An Kirchen in der Hans-Poeche-Straße und der Jacobstraße wurden Fenster und Fassaden beschädigt.
Die meisten Ziele sind evangelisch-freikirchliche Gemeinden. Weil sich die Taten ähneln, prüfen die Ermittler, ob sie zusammenhängen. Fest steht das bislang nicht.
Kein Einzelfall im Land
Leipzig steht nicht allein. In den vergangenen Monaten wurden bundesweit Kirchen beschmiert, verwüstet und bestohlen. In Delmenhorst richtete eine Brandstiftung im Mai einen Schaden in deutlich sechsstelliger Höhe an. Im Erzgebirge stahlen Einbrecher Ende August ein Kreuz und Abendmahlsgefäße.
Die Gemeinden reagieren. In Delmenhorst hängen seit dem Brand Kameras, in Eppingen sind zusätzliche Sicherungen samt Videoüberwachung vorgesehen. Andernorts bleiben Kirchen zeitweise zu. Wer dort beten will, steht vor verschlossener Tür.
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Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.


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