UMFRAGE-HAMMER
AfD legt in MV weiter zu – mehr Gegner als Befürworter für Schwesig im Bund
Kurz nach der Landtagswahl kommt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern laut Insa auf 39 Prozent, die SPD rutscht auf 32 Prozent ab.

Die Wahl ist gerade vorbei, und die AfD in Mecklenburg-Vorpommern wächst weiter. In einer neuen Insa-Umfrage kommt die Partei auf 39 Prozent. Bei der Landtagswahl waren es 38,2 Prozent.
Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verliert dagegen deutlich: von 35,5 auf 32 Prozent. Über ein rot-rot-grünes Bündnis wird gerade verhandelt. Ob es bei einer Wahl jetzt noch reichen würde, ist offen.
Drei Parteien auf der Kippe
Die Linke legt zu, von 6,5 auf 9 Prozent. Die Grünen fallen von 5,7 auf 5 Prozent. Genau dort landen auch CDU und BSW. Beide waren bei der Wahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
Befragt wurden 1000 Menschen online. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten. Damit ist unklar, welche der drei Parteien bei 5 Prozent ins Parlament käme.
Gegenwind für Schwesig
Auch für Schwesig selbst gibt es einen Dämpfer. 42 Prozent der Befragten sind dagegen, dass sie SPD-Bundesvorsitzende wird. 39 Prozent sind dafür. Den übrigen Befragten ist es egal, oder sie machen keine Angabe.
Bei einer möglichen Kanzlerkandidatur ist der Abstand größer. Die nächste Bundestagswahl ist planmäßig 2029. 45 Prozent lehnen eine Kandidatur Schwesigs ab, 39 Prozent befürworten sie.
Warum die Befragten dagegen sind, wurde nicht erhoben. Schwesig hatte im Wahlkampf erklärt, sie wolle in Schwerin bleiben und stehe für Parteiämter in Berlin nicht zur Verfügung.
Sie wollen solche Zahlen jeden Tag ohne Umweg? Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von Dirk Muchow Klartext!
Dirk Muchow ist Herausgeber von KLARTEXT. Er schreibt über Bundespolitik, Wirtschaft und Medien – täglich, unabhängig und ohne Rundfunkbeitrag. KLARTEXT wird ausschließlich von seinen Lesern bezahlt.





