20.08., 01:30
Das Landeskriminalamt hat ein modernes Schnellboot in Dienst gestellt, das die Spezialeinheiten bei Einsätzen auf Wasser unterstützen soll.
Innenministerin Magdalena Finke hat das neue Einsatzboot des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein am Montag in Kiel auf den Namen "Odin 97" getauft und damit offiziell in Dienst gestellt.
Einsatzgebiet und Ausstattung
Das Boot unterstützt die Spezialeinheiten (SEK) des LKA bei Einsätzen auf der Kieler Förde, der Ostsee und in Häfen. Es erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 40 Knoten, umgerechnet etwa 74 Stundenkilometer. Das Schiff ist nach Angaben der Behörde eines der modernsten Polizei-Spezialboote Europas und bietet hohe Manövrierfähigkeit.
Die Neuanschaffung war erforderlich, weil das alte SEK-Boot "Modi" nach 17 Jahren keine Zulassung für den Offshore-Bereich mehr erhielt. Zusätzlich wurde ein neues Zugfahrzeug für das Boot beschafft. Nach technischen Einweisungen und Trainings ist "Odin 97" nun einsatzbereit.
Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 19. August 2026.
19.08., 20:18
Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat am 18. August 2026 unter Leitung der Staatsanwaltschaft Itzehoe 17 Objekte in fünf Orten durchsucht – im Verdacht der Geldwäsche stehen Personen einer Großfamilie arabischer Herkunft und ihr Umfeld.
Beamte des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein und der Landespolizei führten am Dienstag, 18. August 2026, Durchsuchungen in Heide, Meldorf, Fedderingen und Marne (Kreis Dithmarschen) sowie Brokdorf (Kreis Steinburg) durch. Betroffen waren fünf Beschuldigte und mehrere Zeugen.
Verdacht der systematischen Geldwäsche
Den Ermittlungen zufolge soll einer der Beschuldigten Baugrundstücke und Immobilien ganz oder teilweise mit Geldern erworben oder errichtet haben, die aus Straftaten stammen sollen. Zusätzlich wird der Ausstellung von Scheinrechnungen zur Verschleierung von Schwarzarbeit und Materialeinkäufen vorgeworfen – um damit die tatsächliche Herkunft der mutmaßlich rechtswidrig erlangten Vermögenswerte zu verbergen.
Bei den Durchsuchungen wurden vier Immobilien in Heide und Lunden mit einem Schätzwert von rund 2,2 Millionen Euro beschlagnahmt. Zudem wurden Vermögensarrest in Höhe von etwa 195.000 Euro vollstreckt. Ziel war die Sicherstellung von Beweismitteln und die Beschlagnahme verdächtiger Vermögenswerte.
Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Schleswig-Holstein / Staatsanwaltschaft Itzehoe, Mitteilung vom 18. August 2026.
19.08., 20:06
Unbekannte Täter haben am 18. August ein Stahlseil auf die Oberleitung der Bahnstrecke zwischen Neumünster und Flensburg bei Busdorf geworfen.
Am Dienstagabend, 18. August 2026, gegen 22 Uhr, kam es zu einem Vorfall auf der Bahnstrecke zwischen Neumünster und Flensburg. Ein Regionalexpress prallte im Bereich von Busdorf (Kreis Schleswig-Flensburg) gegen einen Gegenstand an der Oberleitung und konnte zunächst nicht weiterfahren.
Bei einer Untersuchung der Gleise entdeckten Polizisten ein etwa ein Meter langes Stahlseil. Der Zug erlitt leichte Schäden, konnte seine Fahrt danach jedoch fortsetzen. Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat die Ermittlungen übernommen und ermittelt in alle Richtungen.
Zeugen gesucht
Personen, die am 18. August im Bereich des Tatorts verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder sachdienliche Hinweise geben können, werden aufgefordert, eine Polizeidienststelle zu kontaktieren oder den Polizeiruf 110 zu wählen.
Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 19. August 2026.
07.08., 12:30
Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnt vor Romance-Scam-Betrügern, die online mit gefälschten Profilen Vertrauen aufbauen und Opfer zur Geldüberweisung bewegen.
"Love Scam" oder "Romance Scam" ist eine Betrugsmasche, bei der Täter falsche Profile in sozialen Netzwerken und auf Dating-Plattformen anlegen. Sie arbeiten mit gestohlenen Fotos und täuschen durch emotionale Manipulation intensive Gefühle vor.
Nach dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses erfinden die Betrüger Notsituationen: Sie geben sich als Soldaten in Kriegsgebieten aus, als Ärzte ohne Kontozugriff oder als Angehörige sterbenskranker Familienmitglieder. Die Opfer werden aufgefordert, Geld per Western Union, MoneyGram oder auf inländische Konten zu überweisen – die Konten gehören angeblich Freunden oder Verwandten der Täter.
Fall in Schleswig-Holstein
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei im Land eine dreistellige Fallzahl im mittleren Bereich. Die Dunkelziffer liegt vermutlich deutlich höher, da viele Opfer aus Scham keine Anzeige erstatten. Ein aktueller Fall führte zur Ermittlung zweier Tatverdächtiger aus Kiel: Ein 31-Jähriger und eine 32-Jährige werden mit insgesamt 114 Taten konfrontiert, 56 davon gewerbsmäßig.
Die Ermittler gehen davon aus, dass organisierte Gruppen aus Westafrika, Osteuropa und Südostasien hinter den meisten Betrügereien stecken. Neben Geld erbeuten die Täter oft persönliche Daten zur Fälschung von Dokumenten oder bitten Opfer, gestohlene Pakete weiterzuleiten – was diese strafbar macht.
Opferschutzorganisationen wie der WEISSE RING bieten unter der Telefonnummer 116 006 kostenfreie, anonyme Hilfe an.
Quelle: Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 07.08.2026
06.08., 15:21
Die Kriminalpolizei ermittelt zu einer Auseinandersetzung am 29. Juli am Bahnhof Kaltenkirchen und bittet um Hinweise.
Am 29. Juli 2026 gegen 13:43 Uhr ereignete sich auf dem Bahnhof in Kaltenkirchen eine körperliche Auseinandersetzung. Der Vorfall fand in der Nähe des Fahrkartenautomaten statt.
Gesuchter Zeuge
Die Kriminalpolizei sucht insbesondere einen jungen Mann als wichtigen Zeugen. Er wird auf etwa 25 bis 30 Jahre geschätzt und trug bei dem Vorfall ein weißes Sport-T-Shirt des Fußball-Vereins Real Madrid sowie eine schwarze Umhängetasche. Der Mann wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Darüber hinaus werden weitere Zeuginnen und Zeugen gesucht, die sich zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung in unmittelbarer Nähe befunden haben könnten. Hinweise werden vom Kriminaldauerdienst in Pinneberg unter der Telefonnummer 04101/202451 entgegengenommen.
Quelle: Polizeidirektion Kiel, Mitteilung vom 6. August 2026
04.08., 12:30
Nach einer Verkehrsunfallflucht auf der B76 zwischen Eckernförde und Kiel sucht die Polizei nach Zeugen.
Am 31. Juli 2026 ereignete sich gegen 9 Uhr auf der Bundesstraße 76 zwischen Eckernförde und Kiel ein Verkehrsunfall mit Flucht. Eine Fahrzeugführerin war mit ihrem blauen Seat Ibiza aus Richtung Eckernförde in Richtung Kiel unterwegs.
Zwischen dem Parkplatz Grüner Jäger und der Abfahrt Schnellmark überholte ein entgegenkommender Pkw einen vor ihm fahrenden Lastwagen. Die Fahrerin des Seat Ibiza musste bremsen und nach rechts ausweichen, um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern. Dabei streifte sie die Außenschutzplanke. An der gesamten Beifahrerseite ihres Fahrzeugs entstand Sachschaden in Höhe von etwa 8000 Euro. Der Unfallverursacher verließ die Unfallstelle, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Von dem verursachenden Fahrzeug sind Marke, Typ und Farbe nicht bekannt.
Das Polizeirevier Eckernförde nimmt Hinweise von Zeugen unter der Telefonnummer 04351/908110 entgegen.
Quelle: Polizeidirektion Neumünster, Mitteilung vom 04.08.2026.
31.07., 12:01
Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein sucht nach zwei Männern, die am 27. Juli einen Geldautomaten in Glinde gesprengt und Geldkassetten gestohlen haben.
Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein fahndet öffentlich nach zwei unbekannten Tatverdächtigen. Diese sollen am 27. Juli gegen 04:26 Uhr einen Geldautomaten der Card Point GmbH in der Möllner Landstraße in Glinde gesprengt haben. Anschließend entwendeten sie Geldkassetten und flüchteten vom Tatort.
Flucht und Beschreibung
Zeugen beobachteten zwei Männer, die mit Fahrrädern, einem dunklen Rucksack und einer dunklen Sporttasche in Richtung des Golfplatzes am Havighorster Weg flüchteten. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie dort ein Fahrzeug bestiegen – möglicherweise ein weißer Transporter – und in Richtung Hamburg entkamen.
Von einem der beiden Tatverdächtigen liegen Videoaufnahmen vor. Zur Tatzeit trug dieser einen Kapuzen-Sweatpullover, helle Basecaps und helle Handschuhe. Eine Beschreibung des zweiten Mannes liegt nicht vor.
Die Tatverdächtigen werden verdächtigt, vorsätzlich eine Sprengstoffexplosion zur Begehung eines besonders schweren Falls des Diebstahls herbeigeführt zu haben. Hinweise nimmt das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein unter 0431/160-42537 oder über das Hinweisportal der Landespolizei entgegen.
Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 30.07.2026.
31.07., 12:00
Jochen Drews übernimmt die Position des ständigen Vertreters von Landespolizeidirektorin Dr. Maren Freyher und folgt damit auf Stephan Nietz.
Der 49-Jährige wird neuer ständiger Vertreter der Landespolizeidirektorin Dr. Maren Freyher. Er tritt die Nachfolge von Stephan Nietz an.
Drews verfügt über mehrjährige Erfahrung in Leitungspositionen. In den vergangenen Jahren leitete er verschiedene Dienststellen der Schutz- und Kriminalpolizei.
Quelle: Pressestelle Landespolizeiamt, Mitteilung vom 23. April 2026.
28.07., 12:30
In Lütjenburg sind innerhalb weniger Tage drei Fahrzeuge in Brand geraten. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise.
In der Woche vom 21. bis 24. Juli kam es in Lütjenburg zu mehreren Bränden. Am Dienstag, 21. Juli, gegen 03:00 Uhr bemerkte ein Zeuge im Schlesienweg ein brennendes Fahrzeug und alarmierte die Rettungskräfte. Nach eigenen Angaben hatte er zuvor einen Knall wahrgenommen.
Am frühen Sonntagmorgen, 24. Juli, gegen 00:45 Uhr nahmen Zeugen im Bereich Gieschenhagen und Gildeplatz Knallgeräusche wahr. Kurz darauf entdeckten sie Feuer an zwei Fahrzeugen. Zusätzlich brannten ein Müllcontainer und Teile einer Hecke in der Straße Gieschenhagen. Eine Anwohnerin meldete sich später bei der Polizei und berichtete, dass auch der Inhalt ihrer Mülltonne verkohlt sei. Auch sie habe in der Nacht einen Knall gehört.
Bereits im Juni war ein Brand in Lütjenburg registriert worden: Am 21. Juni brannten eine Hecke sowie Gartenabfälle in der Karolinenstraße. Personen wurden in keinem Fall verletzt. Die Plöner Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst in Kiel unter 0431/160-3333 entgegen.
Quelle: Polizeidirektion Kiel, Mitteilung vom 28. Juli 2026
25.07., 01:30
Nach einem Einbruch in das Schulzentrum Süd Norderstedt im Juni haben Staatsanwaltschaft und Polizei noch immer keine Tatverdächtigen gefasst; ein privates Unternehmen setzt 2.000 Euro Belohnung aus.
In der Zeit vom 12. bis 14. Juni 2026 brachen unbekannte Täter in die Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark ein. Sie erbeuteten dabei eine dreistellige Anzahl von Laptops.
Die gemeinsamen Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Norderstedt haben bislang nicht zur Aufklärung der Tat geführt. Die Behörden suchen weiterhin nach Zeugen, die Angaben zum Tatgeschehen oder zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen in der Nähe des Tatorts machen können.
Ein privates Unternehmen hat sich bereit erklärt, 2.000 Euro Belohnung für Hinweise zu zahlen, die zur Ergreifung und rechtskräftigen Verurteilung des oder der Täter führen. Die Belohnung erfolgt ohne Rechtsanspruch; bei mehreren Hinweisgebern wird der Betrag aufgeteilt.
Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 040 / 52806-0 entgegen.
Quelle: Pressestelle Polizeidirektion Bad Segeberg, Mitteilung vom 24.07.2026
24.07., 12:30
Die Polizei hat einen 21-Jährigen festgenommen, der im Juni einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen und eine Polizistin verletzt haben soll.
In der Nacht zum 2. Juni 2026 warf ein Unbekannter vom Kurt-Schumacher-Platz im Stadtteil Mettenhof einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen. Der Stein durchschlug die Frontscheibe und verletzte eine 25-jährige Polizeibeamtin an Hand und Fuß; sie war mehrere Wochen nicht dienstfähig. Ihr 59-jähriger Kollege blieb unverletzt. Die Staatsanwaltschaft Kiel stuft die Tat als versuchten Mord ein.
Ermittler sicherten DNA-Spuren am Stein und führten daraufhin eine DNA-Reihenuntersuchung durch. Am 23. Juli nahmen Einsatzkräfte einen 21-jährigen Deutschen fest. Ein Haftrichter erließ am 24. Juli Haftbefehl wegen versuchten Mordes und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Mann sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt. Im Zuge der Ermittlungen deuteten sich zudem umfangreiche Drogenhandelsaktivitäten des Tatverdächtigen an.
Quelle: Pressestelle Polizeidirektion Kiel, Mitteilung vom 24. Juli 2026.