Die Landeshauptstadt Kiel modernisiert den KVG-Betriebshof Werftstraße schrittweise, um die Infrastruktur für den geplanten emissionsfreien Busverkehr bis 2032 zu schaffen.
Der Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel (EBK) hat mit dem Rückbau einer ehemaligen Wagenhalle auf dem Betriebshof Werftstraße einen neuen Bauabschnitt begonnen. Die Halle aus dem Jahr 1957, ursprünglich für die Straßenbahn errichtet und 1984 für Busse umgebaut, erfüllte moderne statische und brandschutzrechtliche Anforderungen nicht mehr und hätte den Ausbau der Elektromobilität behindert. Der Rückbau soll bis Oktober 2026 abgeschlossen sein und kostet etwa 800.000 Euro brutto.
Auf der freiwerdenden Fläche entstehen künftig Abstellplätze für zusätzliche Elektrobusse, die 2029 in Betrieb gehen sollen. Während des Abrisses nutzt die KVG eine angemietete Fläche auf dem ehemaligen Postareal als Ausweichfläche für etwa 50 Busse bis voraussichtlich April 2027.
Weitere Modernisierungsmaßnahmen
Ab September 2026 folgt eine zweite Bauphase: Tanktechnik, Anlagen für wassergefährliche Stoffe und die Wasseraufbereitung der Buswaschanlage werden modernisiert (bis Januar 2027). Mittelfristig sind Abriss und Neubau des Betriebsdienstgebäudes geplant, Baubeginn voraussichtlich Ende 2027. Bereits seit Oktober 2022 betreibt der EBK auf dem Betriebshof eine neue Hauptwerkstatt für Elektrobusse, in die rund 40 Millionen Euro investiert wurden. Aktuell verfügt die KVG-Flotte über 122 Elektrobusse (51 Prozent von insgesamt 237 Fahrzeugen).
Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Kiel, Mitteilung vom 10. August 2026.