Das Land Schleswig-Holstein und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben haben eine Rahmenvereinbarung zur beschleunigten Erkundung und Räumung von Kampfmitteln auf Bundesflächen unterzeichnet.
Thomas Bauchrowitz, Direktor des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein, und Dorothee Martin, Vorständin der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), haben am 24. Juli in Felde eine Rahmenvereinbarung zur Kampfmittelräumung unterzeichnet. Sie regelt die Zusammenarbeit bei der Erkundung und Beseitigung von Kampfmitteln auf Bundesflächen im Land – darunter ehemals militärisch genutzte Areale, Bundesforstflächen sowie Dienst- und Wohnliegenschaften.
Die BImA hat für ihr Kampfmittelräumprogramm in Schleswig-Holstein rund 14,4 Millionen Euro für über 735 geplante Einzelmaßnahmen eingeplant. Der Kampfmittelräumdienst des Landes wird dabei unter anderem historisch-genetische Rekonstruktionen durchführen, um mögliche Kampfmittelbelastungen zu ermitteln. Die gewonnenen Informationen sollen langfristig in den Datenbestand des Dienstes aufgenommen werden.
Effizienzgewinn durch Kooperation
Nach Angaben der BImA-Vorständin ermöglicht die Vereinbarung Planungssicherheit und einen zielgerichteten Einsatz der Fördermittel. Die betroffenen Flächen sollen schneller überprüft und für zukünftige Nutzungen freigegeben werden. Dabei sollen auf ehemals militärischen Flächen auch attraktive Lebens- und Naturräume für die Erholung entstehen.
Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Schleswig-Holstein / Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Mitteilung vom 24.07.2026.