21.08., 13:00
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat ein Verfahren gegen einen Polizeibeamten wegen des Verdachts der Körperverletzung und eines Tierschutzverstoßes eingestellt.
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat das Ermittlungsverfahren gegen einen 36-jährigen Polizeibeamten eingestellt. Dem Beamten war vorgeworfen worden, am 11. Januar 2025 während einer Demonstration am Rande eines AfD-Bundesparteitages in Riesa seinen Diensthund ungerechtfertigt gegen eine Demonstrantin eingesetzt zu haben. Nach Angaben der Ermittler soll er den Hund angehoben und gegen die Frau gedrückt haben, um diese auf die andere Fahrbahn zu drängen.
Zwang als gerechtfertigt bewertet
Die Staatsanwaltschaft kam zu dem Ergebnis, dass das Verhalten des Beamten als unmittelbarer Zwang gerechtfertigt war. Die Demonstrantin habe wiederholt rechtmäßige polizeiliche Anweisungen missachtet. Der Diensthundeinsatz sollte einen Durchbruch der polizeilichen Sicherungslinie verhindern. Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft standen dem Beamten sinnvolle Handlungsalternativen nicht zur Verfügung.
Ein eingeholtes Sachverständigengutachten bewertete auch den Aspekt des Tierschutzes. Der Einsatz stelle keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, da der Beamte das Tier am Geschirr gegriffen habe und nicht aus Rohheit gehandelt habe. Diensthunde würden gezielt für solche Situationen ausgebildet.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 21.08.2026.
21.08., 12:30
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 47-jährigen Mann erhoben, der seine Lebensgefährtin über Jahre hinweg unter Einfluss von Betäubungsmitteln sexuell missbraucht haben soll.
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 47-jährigen Deutschen zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden eingereicht. Der Mann wird beschuldigt, zwischen Anfang 2009 und Dezember 2025 seine 49-jährige Lebensgefährtin in ihrer gemeinsamen Wohnung und Gartenlaube in Großenhain durch die Gabe von Betäubungsmitteln und Alkohol in einen sedierten Zustand versetzt zu haben.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Beschuldigte die Frau in diesem Zustand in drei Fällen vergewaltigt und in vier Fällen sexuell missbraucht haben. Der Verdacht besteht auch darin, dass er die Taten teilweise gefilmt und die Aufnahmen an Dritte weitergegeben haben soll.
Ein Haftbefehl wurde am 18. Februar 2026 erlassen. Der Mann wurde am 19. Februar festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen hat er bislang keine Aussagen gemacht. Die Geschädigte hat sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von ihrem Partner getrennt. Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 21. August 2026.
20.08., 02:30
Am Montag sind bei zwei Verkehrsunfällen in der Region Dresden-Görlitz zwei Menschen schwer verletzt worden, ein weiterer ist tödlich verunglückt.
Auf der Autobahn 4 zwischen Uhyst am Taucher und Salzenforst ist es am Montag gegen 13:15 Uhr zu einem Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen gekommen. Ein 75-Jähriger wechselte mit seinem Dacia die Fahrspur und bremste ab. Der Fahrer eines nachfolgenden Volvo-Lkw konnte nicht rechtzeitig ausweichen und fuhr auf den Dacia auf. Durch den Aufprall geriet der Dacia ins Schleudern und prallte gegen einen Seat eines 48-Jährigen.
Der Dacia-Fahrer und seine 72-jährige Mitfahrerin wurden schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf etwa 31.000 Euro geschätzt.
Tödlicher Unfall bei Prischwitz
Etwa 30 Minuten später kam es auf der S 100 bei Göda/Prischwitz zu einem weiteren schweren Unfall. Ein 37-jähriger Seat-Fahrer fuhr gegen eine Brückenwand. Er wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr befreite ihn, doch er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen.
Die Verkehrspolizei ermittelt in beiden Fällen. Zeugen und Ersthelfer werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 03591 367 0 zu melden.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 17.08.2026.
19.08., 20:18
Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizei ermitteln weiterhin gegen einen 41-jährigen Mann wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, Bedrohung und des unerlaubten Waffenbesitzes.
Eine Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Dresden hat den Unterbringungsbefehl gegen den Beschuldigten auf Antrag der Staatsanwaltschaft außer Vollzug gesetzt. Dies geschah unter Berücksichtigung strenger Auflagen. Ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Sachverständiger gelangte zu der Einschätzung, dass derzeit keine Gefahr von dem Mann ausgeht.
Der Beschuldigte befindet sich zur Behandlung im Krankenhaus und ist aufgrund seiner Verletzungen bettlägerig. Im Krankenhaus werden ihm Medikamente verabreicht, unter anderem zur Behandlung einer schweren psychischen Erkrankung. Die stationäre Behandlung wird voraussichtlich längere Zeit andauern.
Die bisherigen Ermittlungen haben nach Angaben der Behörden keine Anhaltspunkte für ein islamistisches Tatmotiv erbracht. Der beauftragte Sachverständige stellte auch keine islamistischen Gedankengänge bei dem Beschuldigten fest. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 18. August 2026.
19.08., 20:06
In Dresden-Äußere Neustadt hat ein Unbekannter einem 55-Jährigen die Kopfbedeckung entwendet und ist mit dem Fahrrad geflohen.
Am Mittwoch ist auf der Alaunstraße in der Äußeren Neustadt ein Mann Opfer eines Diebstahls geworden. Ein Unbekannter sprach den 55-Jährigen an und bat, seine Kippa sehen zu dürfen. Nach der Übergabe flüchtete der Täter mit einem Fahrrad.
Täterbeschreibung
Der Gesuchte ist etwa 20 Jahre alt, circa 1,75 Meter groß und von schlanker Statur. Er hat schwarze kurze Haare und einen Drei-Tage-Bart. Zur Tatzeit trug er eine schwarze Hose und ein Oberteil in den Farben gelb, grün und rot. Das Fluchtfahrrad war schwarz mit Federgabel.
Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0351) 483 22 33 bei der Polizeidirektion Dresden zu melden.
Quelle: Medienservice Sachsen / Landeshauptstadt Dresden, Mitteilung vom 19. August 2026.
19.08., 19:08
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat Anfang August zwei irakische Männer verhaftet, denen Mitgliedschaft in der Terrororganisation »Islamischer Staat« vorgeworfen wird.
Das Polizeiliche Terrorismus Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen nahm die beiden irakischen Staatsbürger (33 und 27 Jahre alt) am 11. und 13. August in Dresden und Königstein fest. Ein Haftbefehl des Oberlandesgerichts Dresden lag vor.
Den Männern wird vorgeworfen, zwischen Februar 2016 und Mai 2017 beziehungsweise zwischen April 2016 und Februar 2017 als Kämpfer in Kampfverbänden des »Islamischen Staates« tätig gewesen zu sein. Sie sollen zudem monatlich für diese Tätigkeit entlohnt worden sein.
Bei Wohnungsdurchsuchungen in beiden Städten stellten Ermittler Mobiltelefone, einen Laptop und Ausweisdokumente sicher. Ein Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden setzte die Haftbefehle in Vollzug. Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände läuft noch.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 14. August 2026.
19.08., 19:08
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat zwei Personen angeklagt, die als Teil einer international agierenden Bande durch betrügerische Geschäfte Millionenschäden verursacht haben sollen.
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen 38-jährigen Serben und eine 39-jährige Frau mit schwedischer und bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit zur Großen Strafkammer des Landgerichts Dresden eingereicht. Ihnen wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug, bandenmäßige Geldfälschung und Verabredung zum gewerbsmäßigen Bandenbetrug vorgeworfen.
Millionenschäden durch betrügerische Geschäfte
Die Beschuldigten sollen seit Januar 2023 als Teil einer international tätigen Bande durch sogenannte RIP-Deals Unternehmer betrogen haben. Bei dieser Betrugsform wird Kaufabsicht vorgetäuscht, um Geschäftsleute zur Übergabe von Vermögenswerten gegen Falschgeld zu bewegen. Der 38-Jährige soll einen Schaden von etwa 1,85 Millionen Euro, die 39-Jährige von etwa 780.000 Euro verursacht haben. Unter den Geschädigten sind auch zwei Dresdner Unternehmer, denen zusammen etwa 240.000 Euro Schaden entstanden sein soll.
Die beiden Verdächtigen wurden am 3. Dezember 2025 bei einem internationalen Einsatz in Deutschland, Schweden, Belgien und Italien festgenommen. Sie sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Zulassung der Anklage und setzt einen Termin zur Hauptverhandlung fest.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 14. August 2026.
04.08., 01:30
Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen einen 20-Jährigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags nach einer Auseinandersetzung am Postplatz.
Am Abend des 1. August 2026 kam es am Postplatz in Dresden zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen. Nach Angaben der Ermittler soll der 20-jährige Tatverdächtige, ein syrischer Staatsangehöriger, im Verlauf der Konfrontation ein Messer gezogen und einem der Beteiligten hinterhergerannt sein.
Der Mann soll das Messer gegen die linke obere Körperhälfte seines Gegenübers eingesetzt haben. Das Opfer erlitt eine Stichverletzung und musste notfallmäßig operiert werden. Der Tatverdächtige wurde noch am Tatort festgenommen und sitzt seit dem 2. August 2026 in Untersuchungshaft.
Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 3. August 2026.
03.08., 13:00
Die Bundespolizeiinspektion Dresden sucht nach Zeugen für eine körperliche Auseinandersetzung in der S-Bahn-Linie S 8 zwischen Radeberg und Pulsnitz.
In der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 2026 kam es zwischen 00:00 und 00:30 Uhr in der S-Bahn S 8 auf der Strecke zwischen den Haltepunkten Radeberg und Pulsnitz zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Dresden war die Kontrolle eines abgelaufenen Fahrscheins Auslöser des Vorfalls. An dem Konflikt waren ein Zugbegleiter und zwei männliche Fahrgäste beteiligt.
Die Bundespolizei bittet Zeugen um Hinweise. Gesucht werden Personen, die sich in der betreffenden Nacht in der S 8 von Dresden/Radeberg in Richtung Pulsnitz befanden und die Auseinandersetzung beobachtet haben oder Angaben zum Verhalten der Beteiligten oder zum genauen Tathergang machen können.
Kontakt: Bundespolizeiinspektion Dresden, Telefon 0351 / 81502 - 0. Alternativ können Hinweise bei jeder Polizeidienststelle oder über die kostenfreie Hotline der Bundespolizei unter 0800 / 6 888 000 abgegeben werden.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Dresden, Mitteilung vom 3. August 2026.