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31.07., 12:00

Theresia Schön erhält Zejler-Preis 2026 für sorbische Sprache

Die Pädagogin und Publizistin Theresia Schön wird für ihre lebenslangen Verdienste um sorbische Bildung, Übersetzung und Publizistik mit dem mit 5.000 Euro dotierten Zejler-Preis ausgezeichnet.

Die Jury des Zejler-Preises der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus hat Theresia Schön als Preisträgerin 2026 empfohlen. Der Preis würdigt herausragende Leistungen beim Erwerb, Gebrauch und der Vermittlung der sorbischen Sprache.

Schön, geboren 1951, unterrichtete seit 1986 an der Sorbischen Erweiterten Oberschule (SEOS) in Bautzen. Von 1992 an leitete sie das Sorbische Gymnasium und setzte sich dort für die Anerkennung von Sorbisch als gleichberechtigtes Abiturfach neben Deutsch ein. Sie initiierte zweisprachigen Unterricht und Schulpartnerschaften mit Gymnasien für Minderheiten im In- und Ausland.

Nach ihrer Pensionierung 2011 setzt Schön ihre Arbeiten fort: Sie übersetzt Fachbücher, verfasst Rezensionen für sorbische Zeitschriften und Zeitungen und berät das WITAJ-Sprachzentrum. Zuletzt überarbeitete sie eine zweisprachige Biologie-Terminologie (2025) und wirkt bei Übersetzungen naturwissenschaftlicher Inhalte mit.

Die Preisverleihung findet am 9. September 2026 um 18 Uhr in der Klosterkirche und im Sakralmuseum St. Annen in Kamenz statt. Der Zejler-Preis wird seit 2014 alle zwei Jahre verliehen und trägt den Namen des Dichters Handrij Zejler (1804–1872), dem Begründer der modernen sorbischen Literatur.

Quelle: Medienservice Sachsen, Mitteilung vom 29. Juli 2026.