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PolitikSachsen-Anhalt

21.08., 01:30Magdeburg

Angriff auf AfD-Wahlkampfstand in Magdeburg-Salbke

Ein Mann und eine Frau haben am Dienstag einen Wahlkampfstand der AfD in Magdeburg-Salbke angegriffen; beide wurden von den Wahlkämpfern festgehalten und der Polizei übergeben.

Nach Angaben der AfD begann der Vorfall mit aggressivem Verhalten des Mannes gegenüber den Standbetreuern. Dem Mann wird vorgeworfen, gepöbelt und Wahlkämpfer beleidigt zu haben. Nachdem er ein Stellschild mit dem Fuß zertreten hatte, riefen die Beteiligten die Polizei an und kündigten an, den Mann bis zu deren Eintreffen festzuhalten.

Nach Darstellung der Wahlkämpfer fixierten mehrere von ihnen den Mann am Boden, um ihn bis zum Eintreffen der Polizei zu halten. Die Begleiterin des Mannes trat daraufhin einem der Direktkandidaten ins Gesicht und wurde ebenfalls festgehalten. Die Polizei übernahm beide Tatverdächtigen wenige Minuten später.

Die AfD-Landesführung verknüpfte den Vorfall mit zwei weiteren Angriffsberichten auf Wahlkämpfer in Sachsen-Anhalt und kritisierte Medienberichterstattung und Aussagen politischer Gegner.

Quelle: Pressestelle AfD Landesverband Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 14. August 2026.

05.08., 12:30Halle (Saale)

398 Kandidaten aus 16 Parteien zur Landtagswahl 2026 angetreten

Zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 kandidieren 398 Personen aus 16 Parteien sowie 6 Einzelbewerber.

Zur Wahl des 9. Landtags in Sachsen-Anhalt bewerben sich insgesamt 398 Kandidaten. Darunter sind 107 Frauen, was einem Frauenanteil von 26,9 Prozent entspricht. Sechs Personen treten als Einzelbewerberinnen und Einzelbewerber an.

Die Kandidierenden stammen aus 16 verschiedenen Parteien. Die jüngsten Kandidaten sind 19 Jahre alt. Nach Angaben des Statistischen Landesamts bewerben sich 71,1 Prozent der bisherigen Abgeordneten erneut um einen Sitz im Landtag.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 5. August 2026.

31.07., 12:00Halle (Saale)

Wahlstatistik zur Landtagswahl am 6. September 2026

Bei der Wahl des 9. Landtags Sachsen-Anhalts wird das Wahlverhalten nach Altersgruppen und Geschlecht in 95 ausgewählten Wahlbezirken statistisch erfasst.

Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt führt zur Landtagswahl am 6. September 2026 eine repräsentative Wahlstatistik durch. In 95 ausgewählten Wahlbezirken wird neben der regulären Stimmenauszählung eine Sonderauswertung vorgenommen.

Ziel der Analyse ist es, das Wahlverhalten verschiedener Bevölkerungsgruppen abzubilden. Die Ergebnisse sollen Aussagen über die Wahlpräferenzen nach Altersgruppen und Geschlecht ermöglichen. Das Wahlgeheimnis bleibt dabei gewahrt.

Rechtsgrundlage für die repräsentative Wahlstatistik ist § 55 des Wahlgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 23. Juli 2026.

31.07., 12:00Magdeburg

Sachsen-Anhalt will Demokratieprogramm ausbauen

Ein Beirat empfiehlt die Erweiterung des Landesprogramms für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit nach einer fünfjährigen Bilanz.

Das Landesprogramm für Demokratie, Vielfalt und Weltoffenheit wurde vor fünf Jahren neu aufgelegt. In dieser Zeit wurden nach Angaben des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung insgesamt 48 Projekte umgesetzt.

Die Förderung umfasste die Bereiche bürgerschaftliches Engagement, Demokratiebildung, Extremismusprävention, Medienkompetenz, Kinder- und Jugendbeteiligung sowie Antidiskriminierungsarbeit. Dabei arbeitete das Ministerium mit der Zivilgesellschaft zusammen.

Ein mehrheitlich mit Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft besetzter Beirat hat nun gemeinsam mit wissenschaftlicher Begleitung eine Bilanz der abgelaufenen Legislaturperiode gezogen. Auf dieser Grundlage empfiehlt der Beirat einen Ausbau des Programms.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 6. Juli 2026.

31.07., 12:00Magdeburg

Justizministerinnen aus Mitteldeutschland einigen sich auf Schutzmaßnahmen für Rechtsstaat

Die Justizministerinnen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich in Halberstadt auf gemeinsame Maßnahmen zur Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und zum Schutz der Justiz vor Angriffen verständigt.

Die drei Justizministerinnen Franziska Weidinger (Sachsen-Anhalt), Constanze Geiert (Sachsen) und Beate Meißner (Thüringen) trafen sich in Halberstadt und verabschiedeten die "Halberstädter Erklärung". Darin verurteilen sie persönliche Anfeindungen gegen Justizangehörige und bekräftigen die Bedeutung der Unabhängigkeit der Gerichte als Fundament des Rechtsstaats.

Schwerpunkte der Vereinbarungen

Die Länder vereinbarten Null-Toleranz-Maßnahmen bei Angriffen auf Justizangehörige sowie die Stärkung einer bedarfsgerecht ausgestatteten Justiz. Im Kampf gegen Antisemitismus wollen die drei Länder ihre Zusammenarbeit intensivieren – durch engere Vernetzung der Antisemitismusbeauftragten, gemeinsame Fortbildungen und verstärkte historisch-politische Bildung in der Justizausbildung.

Die bestehende Sicherheitspartnerschaft im Justizvollzug wird erweitert. Geplant sind verstärkte gegenseitige Unterstützung bei Sicherheitslagen, Gefangenentransporten und neue Maßnahmen gegen Bedrohungen wie Drohnen. Zeitgleich mit der Konferenz findet in Magdeburg eine Tagung der Sicherungsgruppen statt, bei der Erfahrungen aus dem Strafprozess gegen den Amokfahrer von Magdeburg ausgetauscht werden.

Zudem lehnen die Ministerinnen eine Bagatellisierung von Schwarzfahren ab und sehen Geldstrafen als zentrales Sanktionsinstrument an. Gemeinnützige Arbeit soll als Alternative zu Freiheitsentzug gestärkt werden.

Quelle: Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 2. Juli 2026.

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