19.08., 20:18
Sechs Kinder haben am Montag in Halle (Saale) Ammendorf einen Gegenstand in das Gleis eines Güterzuges geworfen. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Am Montag, 17. August 2026, gegen 17:11 Uhr meldete die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn der Bundespolizei einen Vorfall im Bereich der Hohe Straße in Halle (Saale) Ammendorf. Ein Zugführer eines Güterzugs in Richtung Eisenach hatte mehrere Personen auf einer Fußgängerbrücke beobachtet und bemerkt, dass ein Gegenstand in das Fahrgleis geworfen wurde. Die Bahnstrecke wurde daraufhin gesperrt.
Beamte des Bundespolizeirevieres Halle (Saale) stellten sechs Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren fest. Die Erziehungsberechtigten wurden benachrichtigt. Am Zug entstand nach bisherigen Erkenntnissen kein Sachschaden.
Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr
Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die Behörde warnt eindringlich vor der Gefahr: Züge nähern sich oft sehr leise und können je nach Windrichtung spät wahrgenommen werden. Die Sogwirkung vorbeifahrender Züge kann zu schweren oder tödlichen Unfällen führen. Auch abprallende Schottersplitter können erhebliche Verletzungen verursachen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 18. August 2026.
19.08., 20:18
Ein vergessener Reisekoffer in einem Regionalexpress hat am Montagabend zu einem größeren Polizeieinsatz am Hauptbahnhof Halle geführt.
Das Zugpersonal entdeckte den roten Koffer am 17. August gegen 19:32 Uhr in einer Gepäckablage, nachdem der Express aus Halberstadt eingetroffen war. Trotz Durchsagen und Nachfragen im Zug und am Bahnhof konnte kein Eigentümer ermittelt werden.
Sperrung und Entschärfung
Die Bundespolizei sperrte daraufhin das betroffene Gleis und die Nebengleise. Spezialkräfte wurden angefordert, die Entschärfer trafen gegen 22:05 Uhr ein. Nach gründlicher Untersuchung gaben sie Entwarnung: Der Koffer war leer und ungefährlich. Er wurde dem Fundbüro der Deutschen Bahn übergeben.
Die Maßnahmen führten zu Beeinträchtigungen im Bahnbetrieb. Die Rückfahrt des betroffenen Regionalexpresses nach Halberstadt fiel aus. Die Bundespolizei weist Reisende erneut darauf hin, Gepäck ständig im Blick zu behalten – um Diebstahl zu vermeiden und um solche kostspieligen Polizeieinsätze auszuschließen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 18. August 2026.
19.08., 20:18
Eine junge Frau ist am Bahnhof Halle festgestellt worden, nachdem sie mit einem fremden Deutschlandticket reiste und Bahnpersonal bedrohte.
Am 18. August 2026 kontrollierten Bahnbedienstete eine 20-jährige Fahrgastin im Zug von Leipzig nach Halle (Saale). Bei der Fahrscheinkontrolle legte sie ein Deutschlandticket vor, das nicht auf ihren Namen ausgestellt war.
Als der Zug am Flughafen Leipzig/Halle hielt, versuchte die junge Frau, das Zuginnere zu verlassen. Eine Zugbegleiterin und ein Sicherheitsmitarbeiter hinderten sie daran. Daraufhin beleidigte und bedrohte sie die Bahnbediensteten, die umgehend die Bundespolizei verständigten.
Eine Streife des Bundespolizeirevieres Halle (Saale) traf am Hauptbahnhof Halle ein und nahm die russische Staatsangehörige zur Personalienfeststellung mit zur Dienststelle. Die Beamten fertigten Strafanzeigen wegen Betrugs, Beleidigung und Bedrohung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 19. August 2026
19.08., 20:06
Bundespolizisten haben am 14. August 2026 einen 35-Jährigen in einem Zug zwischen Halle und Merseburg festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl bestand.
Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte den Mann um 07:14 Uhr im Regionalexpress. Bei der Überprüfung seiner Personalien zeigte sich, dass ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) gegen ihn vorlag.
Der Deutsche war zuvor wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro verurteilt worden. Alternativ war eine Ersatzfreiheitsstrafe von ursprünglich 80 Tagen vorgesehen. Da er nur einen Teil des Geldbetrags zahlte, erließ die Staatsanwaltschaft Halle (Saale) im Juni 2026 den Haftbefehl.
Nach der Festnahme brachten die Beamten den Mann zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof Halle (Saale). Der erforderliche Betrag von 1.400 Euro zur Abwendung der Haft konnte nicht aufgebracht werden. Er wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, um seine 35-tägige Restersatzfreiheitsstrafe zu verbüßen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 16. August 2026.
02.08., 02:00
Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt hat eine Sonderkommission "JuRex" gegründet, um gegen rechtsextremistische Jugendgruppierungen vorzugehen. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde ein 34-Jähriger in Gardelegen festgenommen.
Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) hat eine Sonderkommission "JuRex" eingerichtet, um gegen rechtsextremistische Jugendgruppierungen vorzugehen. Am 10. Juni 2026 führten Einsatzkräfte eine Durchsuchung in den Wohnräumen eines Beschuldigten in Gardelegen durch. Der 34-jährige Deutsche wird verdächtigt, über soziale Medien versucht zu haben, ein Tötungsdelikt in Auftrag zu geben. Nach der Durchsuchung wurde er einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.
Gegen den Beschuldigten werden zudem Verfahren wegen des Verdachts der Verbreitung verfassungsfeindlicher Inhalte geführt. Nach Behördenangaben hatte er versucht, Jugendliche in sozialen Medien zu beeinflussen. Die Ermittlungen dauern an.
Hintergrund der Sonderkommission
Die SoKo "JuRex" bündelt seit Mai 2026 präventive und repressive Maßnahmen gegen Radikalisierungsprozesse bei jungen Menschen. Sicherheitsbehörden beobachten bundesweit einen Zulauf zu rechtsextremistischen Jugendgruppen. In Sachsen-Anhalt sind Gruppierungen wie "Jung & Stark" (JS), "Deutsche Jugend voran" (DJV) und "Deutsche Jugend zuerst Halle (Saale)" (DJZ) aktiv. Ihre Mitglieder sind überwiegend jung und teilweise minderjährig. Die Vernetzung erfolgt hauptsächlich über digitale Plattformen, aus denen sich zunehmend öffentliche Zusammenkünfte entwickeln.
Quelle: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 11. Juni 2026.
31.07., 12:00
Die Landespolizei Sachsen-Anhalt setzt landesweit ein neues Softwaresystem zur Einsatzsteuerung ein, das die Leitstellen modernisieren soll.
Nach einer zweijährigen Planungs- und Umsetzungsphase wird die Leitstellensoftware eOCS künftig in allen Lage- und Führungszentren sowie den Einsatzführungsstellen der Polizeiinspektionen eingesetzt. Das System soll Einsätze schneller, präziser und effizienter koordinieren.
Browserbasiertes System mit erweiterten Funktionen
Die neue Software arbeitet vollständig browserbasiert und benötigt keine lokale Installation. Sie unterstützt den gesamten Prozess vom Notrufeingang über die Disposition bis zur Dokumentation und verknüpft verschiedene Informations- und Kommunikationsquellen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung. Gegenüber dem bisherigen System ELDIS 3 bietet eOCS optimierte Einsatzortsuche sowie erweiterte Dispositions- und Alarmierungsfunktionen.
Die stufenweise Einführung begann im Mai 2026 in Dessau-Roßlau, im Juni folgte Halle (Saale). Bis Ende Juni soll die Implementierung auch in den Inspektionen Magdeburg und Stendal abgeschlossen sein. Zusätzlich wurde eine mobile Anbindung (resQnect MOBILE) geschaffen, die Einsatzkräfte im Außendienst direkt in die digitale Leitstellenkommunikation einbindet.
Die Gesamtkosten des Modernisierungsprojekts belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro.
Quelle: Landesportal Sachsen-Anhalt, Ministerium für Inneres und Sport, Mitteilung vom 17. Juni 2026.
31.07., 12:00
Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt warnt vor dem Inverkehrbringen von veränderten Banknotenabbildungen, nachdem die Polizei im März 2026 Scheine im Wert von über einer Million Euro sichergestellt hat.
Die Polizeiinspektion Halle (Saale) stellte im März 2026 veränderte Banknotenabbildungen (VBNA) sicher. Ein 38-jähriger Deutscher aus Halle (Saale) hatte über eine bundesweite Verkaufsplattform sogenanntes "Spielgeld" mit dem Erscheinungsbild von Euro-Banknoten vertrieben. Die Scheine waren mit dem Kennzeichen "Prop Copy" versehen und ähnelten echtem Geld stark.
Nach deutschem Recht gelten solche Scheine als Falschgeld, wenn sie mit echtem Geld verwechselt werden können und als echt in den Verkehr gebracht werden oder werden sollen. Das Inverkehrbringen derartiger Banknoten wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Im Jahr 2025 waren 27 Prozent der sichergestellten Banknoten solchen veränderten Banknotenabbildungen zuzuordnen. In Sachsen-Anhalt wurden 2025 insgesamt 432 Fälle des Inverkehrbringens von Falschgeld bekannt, dabei konnten 275 Tatverdächtige ermittelt werden.
Schnelltests für echte Banknoten: Echtheit lässt sich durch "Fühlen", "Sehen" und "Kippen" prüfen. Beim Fühlen sollten erhabene Strukturen spürbar sein. Beim Sehen zeigen sich Wasserzeichen und Sicherheitsfäden gegen das Licht. Beim Kippen verändern sich Farben und Muster im Hologramm.
Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 8. Mai 2026.