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BlaulichtSachsen-Anhalt

21.08., 12:30Stendal

Flucht vor Polizeikontrolle endet mit Unfall auf B 188

Ein 27-jähriger Autofahrer ist am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 188 bei Böhne vor einer Polizeikontrolle geflohen und verunfallt.

Der Mann war mit einem Audi in Richtung Stendal unterwegs, als Polizisten ihn anhalten wollten. Statt zu stoppen, beschleunigte der Fahrer sein Fahrzeug deutlich über die zulässige Geschwindigkeit und entzog sich der Kontrolle.

Die Flucht endete abrupt, als der Audi nach rechts von der Fahrbahn abkam und verunfallte. Der 27-jährige Fahrer kam dabei zu Schaden.

Quelle: Pressestelle Polizeipräsidium Brandenburg, Mitteilung vom 19. August 2026.

21.08., 12:30Stendal

Bundespolizei vollstreckt Haftbefehle am Bahnhof Stendal

Die Bundespolizei hat am Donnerstag einen 63-Jährigen am Hauptbahnhof Stendal festgenommen, nachdem zwei Haftbefehle gegen ihn vorlagen.

Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte am 20. August 2026 um 18:38 Uhr einen Mann auf dem Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofs Stendal. Die Überprüfung seiner Personalien ergab zwei offene Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Stendal.

Zwei Verurteilungen offen
Der Mann war im März 2023 wegen Diebstahls zu 600 Euro Geldstrafe oder 40 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden. Er zahlte einen Großteil, ließ aber einen Rest offen. Im August 2026 erging daraufhin ein Vollstreckungshaftbefehl. Ein zweites Verfahren stammt aus Juni 2025: Das Amtsgericht Stendal verurteilte den 63-Jährigen wegen Diebstahls geringwertiger Sachen zu 900 Euro oder 60 Tagen Haft. Auch hier zahlte er nicht und stellte sich nicht zum Haftantritt.

Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest. Da er den erforderlichen Betrag von insgesamt 930 Euro nicht aufbringen konnte, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Dort muss er eine 33-tägige Restersatzfreiheitsstrafe verbüßen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Pressemitteilung vom 21. August 2026

19.08., 20:18Magdeburg

Kinder werfen Gegenstände in Bahngleis – Ermittlungen eingeleitet

Sechs Kinder haben am Montag in Halle (Saale) Ammendorf einen Gegenstand in das Gleis eines Güterzuges geworfen. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Am Montag, 17. August 2026, gegen 17:11 Uhr meldete die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn der Bundespolizei einen Vorfall im Bereich der Hohe Straße in Halle (Saale) Ammendorf. Ein Zugführer eines Güterzugs in Richtung Eisenach hatte mehrere Personen auf einer Fußgängerbrücke beobachtet und bemerkt, dass ein Gegenstand in das Fahrgleis geworfen wurde. Die Bahnstrecke wurde daraufhin gesperrt.

Beamte des Bundespolizeirevieres Halle (Saale) stellten sechs Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren fest. Die Erziehungsberechtigten wurden benachrichtigt. Am Zug entstand nach bisherigen Erkenntnissen kein Sachschaden.

Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr

Die Bundespolizeiinspektion Magdeburg leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Die Behörde warnt eindringlich vor der Gefahr: Züge nähern sich oft sehr leise und können je nach Windrichtung spät wahrgenommen werden. Die Sogwirkung vorbeifahrender Züge kann zu schweren oder tödlichen Unfällen führen. Auch abprallende Schottersplitter können erhebliche Verletzungen verursachen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 18. August 2026.

19.08., 20:18Halle (Saale)

Herrenloser Koffer am Hauptbahnhof Halle führt zu Polizeieinsatz

Ein vergessener Reisekoffer in einem Regionalexpress hat am Montagabend zu einem größeren Polizeieinsatz am Hauptbahnhof Halle geführt.

Das Zugpersonal entdeckte den roten Koffer am 17. August gegen 19:32 Uhr in einer Gepäckablage, nachdem der Express aus Halberstadt eingetroffen war. Trotz Durchsagen und Nachfragen im Zug und am Bahnhof konnte kein Eigentümer ermittelt werden.

Sperrung und Entschärfung

Die Bundespolizei sperrte daraufhin das betroffene Gleis und die Nebengleise. Spezialkräfte wurden angefordert, die Entschärfer trafen gegen 22:05 Uhr ein. Nach gründlicher Untersuchung gaben sie Entwarnung: Der Koffer war leer und ungefährlich. Er wurde dem Fundbüro der Deutschen Bahn übergeben.

Die Maßnahmen führten zu Beeinträchtigungen im Bahnbetrieb. Die Rückfahrt des betroffenen Regionalexpresses nach Halberstadt fiel aus. Die Bundespolizei weist Reisende erneut darauf hin, Gepäck ständig im Blick zu behalten – um Diebstahl zu vermeiden und um solche kostspieligen Polizeieinsätze auszuschließen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 18. August 2026.

19.08., 20:18Halle (Saale)

20-Jährige nutzt fremdes Bahnticket und bedroht Bedienstete

Eine junge Frau ist am Bahnhof Halle festgestellt worden, nachdem sie mit einem fremden Deutschlandticket reiste und Bahnpersonal bedrohte.

Am 18. August 2026 kontrollierten Bahnbedienstete eine 20-jährige Fahrgastin im Zug von Leipzig nach Halle (Saale). Bei der Fahrscheinkontrolle legte sie ein Deutschlandticket vor, das nicht auf ihren Namen ausgestellt war.

Als der Zug am Flughafen Leipzig/Halle hielt, versuchte die junge Frau, das Zuginnere zu verlassen. Eine Zugbegleiterin und ein Sicherheitsmitarbeiter hinderten sie daran. Daraufhin beleidigte und bedrohte sie die Bahnbediensteten, die umgehend die Bundespolizei verständigten.

Eine Streife des Bundespolizeirevieres Halle (Saale) traf am Hauptbahnhof Halle ein und nahm die russische Staatsangehörige zur Personalienfeststellung mit zur Dienststelle. Die Beamten fertigten Strafanzeigen wegen Betrugs, Beleidigung und Bedrohung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 19. August 2026

19.08., 20:18Magdeburg

Gestohlener Toyota auf A2 gestoppt – zwei Personen festgenommen

Polizisten haben auf der Bundesautobahn 2 einen in Polen als gestohlen gemeldeten Toyota sichergestellt und zwei Personen vorläufig festgenommen.

Zeugen meldeten der Polizei am Montagmorgen einen Toyota, der auf dem Standstreifen der Bundesautobahn 2 in Fahrtrichtung Magdeburg liegen geblieben war. Zusätzlich wurden zwei Personen zu Fuß auf dem Standstreifen in der gleichen Fahrtrichtung beobachtet.

Polizisten fuhren zur Örtlichkeit und stellten das Fahrzeug fest. Bei der Überprüfung ergab sich, dass der Toyota in Polen als gestohlen gemeldet worden war. Kurz darauf konnten zwei Personen auf dem Standstreifen lokalisiert und vorläufig festgenommen werden.

Quelle: Internetwache Brandenburg – Pressemitteilungen, Mitteilung vom 18. August 2026.

19.08., 20:06Magdeburg

Frau ignoriert Hausverbot und greift Security-Mitarbeiter an

Die Bundespolizei hat am Sonntag einen Vorfall im Hauptbahnhof Magdeburg aufgenommen, bei dem eine 22-Jährige einen Security-Mitarbeiter angegriffen hat.

Am Sonntag, 16. August 2026, wurde die Bundespolizei gegen 14:05 Uhr zu einer körperlichen Auseinandersetzung in der Haupthalle des Hauptbahnhofes Magdeburg gerufen. Eine 22-jährige Frau hielt sich in einer Verkaufsfiliale auf, obwohl gegen sie ein Hausverbot bestand.

Als ein Security-Mitarbeiter die Frau darauf ansprach und aufforderte, das Geschäft zu verlassen, wurde sie nach Angaben der Polizei verbal aggressiv. Im weiteren Verlauf griff sie den 38-jährigen Sicherheitsbediensteten an den Hals an. Bei der darauf folgenden körperlichen Auseinandersetzung wurde die Smartwatch des Mannes beschädigt.

Die Bundespolizei leitete gegen die deutsche Staatsangehörige ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs, Körperverletzung sowie Sachbeschädigung ein.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 17. August 2026.

19.08., 20:06Halle (Saale)

Mann wegen unbezahlter Geldstrafe in Regionalexpress festgenommen

Bundespolizisten haben am 14. August 2026 einen 35-Jährigen in einem Zug zwischen Halle und Merseburg festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl bestand.

Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte den Mann um 07:14 Uhr im Regionalexpress. Bei der Überprüfung seiner Personalien zeigte sich, dass ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Halle (Saale) gegen ihn vorlag.

Der Deutsche war zuvor wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro verurteilt worden. Alternativ war eine Ersatzfreiheitsstrafe von ursprünglich 80 Tagen vorgesehen. Da er nur einen Teil des Geldbetrags zahlte, erließ die Staatsanwaltschaft Halle (Saale) im Juni 2026 den Haftbefehl.

Nach der Festnahme brachten die Beamten den Mann zum Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof Halle (Saale). Der erforderliche Betrag von 1.400 Euro zur Abwendung der Haft konnte nicht aufgebracht werden. Er wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt überstellt, um seine 35-tägige Restersatzfreiheitsstrafe zu verbüßen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 16. August 2026.

19.08., 20:06Magdeburg

Gesuchter Mann bei Fahrkartenkontrolle in Zug festgenommen

Die Bundespolizei hat am Freitag einen 23-Jährigen in einem Zug zwischen Bitterfeld und Jeßnitz festgenommen, gegen den ein Haftbefehl vorlag.

Bei einer Kontrolle in einem Regionalzug stellte sich heraus, dass der Mann keinen gültigen Fahrschein besaß. Die anwesende Bundespolizei-Streife überprüfte seine Personalien und entdeckte einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau.

Das Amtsgericht Bitterfeld-Wolfen hatte den Deutschen im Juni 2025 wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 1.000 Euro oder einer Ersatzfreiheitsstrafe von 40 Tagen verurteilt. Der Verurteilte zahlte nur einen geringen Teil der Geldstrafe und folgte einer Ladung zum Haftantritt nicht. Daraufhin erging vor einem Monat der Haftbefehl.

Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn zur Dienststelle am Hauptbahnhof Dessau. Dort zahlte er den ausstehenden Betrag von 900 Euro und entging damit einer 18-tägigen Haft. Er verließ das Revier als freier Mann, wurde aber wegen Betrugs neu angezeigt.

Quelle: Pressestelle Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 16. August 2026.

19.08., 19:08Magdeburg

37-Jähriger am Bahnhof Magdeburg festgenommen

Die Bundespolizei hat am Donnerstag einen Mann am Hauptbahnhof Magdeburg festgenommen, gegen den ein Haftbefehl vorlag.

Bei einer Kontrolle am 13. August gegen 14:25 Uhr überprüften Bundespolizisten einen 37-jährigen Mann am Hauptbahnhof Magdeburg. Die Personalienüberprüfung ergab einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stendal.

Das Amtsgericht Burg hatte den Deutschen im März 2026 wegen versuchtem Diebstahl zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt oder alternativ zu 100 Tagen Freiheitsstrafe. Der Mann zahlte weder den Geldbetrag noch stellte sich zum Strafantritt — obwohl er zuvor geladen worden war. Die Staatsanwaltschaft erließ daraufhin eine Woche vor der Kontrolle den Haftbefehl.

Weitere Verstöße entdeckt

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten verbotene Betäubungsmittel, eine auf eine andere Person ausgestellte Krankenversichertenkarte und einen mutmaßlich gestohlenen Notfallhammer. Diese Gegenstände wurden sichergestellt. Der Mann konnte die Geldstrafe nicht zahlen und wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er eine reduzierte Freiheitsstrafe von 50 Tagen antrat. Die Polizei fertigte zusätzliche Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Unterschlagung, Beeinträchtigung von Nothilfemitteln und Diebstahl.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 14. August 2026.

12.08., 12:30Magdeburg

23-Jähriger beleidigt Bundespolizisten und leistet Widerstand

Ein Mann hat am Dienstag Bundespolizisten im Hauptbahnhof Magdeburg beleidigt und sich bei seiner Kontrolle erheblich widersetzt.

Ein 23-jähriger Deutscher sprach am Dienstag, 11. August, gegen 17:25 Uhr eine Streife der Bundespolizei im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs Magdeburg an und beleidigte die Beamten mit obszönen Gesten. Bei der daraufhin durchgeführten Kontrolle versuchte der Mann sich zunächst durch Wegdrehen zu entziehen, überreichte dann aber seinen Personalausweis.

Eskalierende Situation

Im Verlauf der Kontrolle wurde der 23-Jährige zunehmend aggressiv, ballte seine Fäuste und hob die Arme in die Luft. Bei der Durchsuchung nach gefährlichen Gegenständen machte er weitere vulgäre Gesten. Auf dem Weg zur Bundespolizeiwache blieb er wiederholt stehen und versuchte, einen Beamten zu provozieren. Er griff daraufhin nach der Maschinenpistole eines Polizisten und wurde daraufhin zu Boden gebracht und gefesselt.

Bei der Fixierung trat und schlug der Mann um sich und leistete nach Angaben der Polizei erheblichen Widerstand. Er musste zur Wache getragen werden. Dort täuschte er Bewusstlosigkeit vor, öffnete dann aber unvermittelt die Augen und lachte die Beamten aus. Ein Atemalkoholtest ergab 1,77 Promille. Der Mann erhielt Strafanzeigen wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie einen 24-stündigen Platzverweis für den Hauptbahnhof.

Quelle: Pressestelle Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 12.08.2026

12.08., 12:30Harz

Niedersachsen nimmt ersten neuen Polizeihubschrauber in Dienst

Auf dem Hannover Airport ist am 12. August 2026 der erste von zwei neuen Polizeihubschraubern des Typs Airbus Helicopter H145 D3 offiziell in Betrieb genommen worden.

Die beiden Hubschrauber erweitern die Einsatzmöglichkeiten der niedersächsischen Polizei bei Vermisstensuchen, Fahndungen und Großschadenslagen wie Hochwasser oder Waldbränden. Sie ersetzen schrittweise zwei der bisherigen, 26 Jahre alten Hubschrauber vom Typ MD902.

Die neuen Luftfahrzeuge verfügen über eine Reichweite von etwa 600 Kilometern und können bis zu acht weitere Personen aufnehmen. Zur Ausstattung gehören eine Rettungs- und Bergewinde, ein Abgleitbalken für Spezialeinsatzkräfte, hochauflösende Wärmebildtechnik, Suchscheinwerfer und ein Löschwasserbehälter mit bis zu 820 Litern Fassungsvermögen.

Investition und Beschaffung

Das Land Niedersachsen investiert 42,7 Millionen Euro in die Beschaffung beider Hubschrauber. Diese erfolgte gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern über eine europaweite Ausschreibung für insgesamt vier Luftfahrzeuge. Den Zuschlag erhielt Airbus Helicopters Deutschland im August 2023. Der zweite niedersächsische Hubschrauber soll im September 2026 ausgeliefert werden. Die Wartung und technische Instandhaltung erfolgen durch speziell qualifizierte Fachkräfte innerhalb der Polizeihubschrauberstaffel.

Quelle: Pressestelle Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, Mitteilung vom 12. August 2026.

12.08., 12:30Magdeburg

Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl im Zug – Bruder zahlt Geldstrafe

Bundespolizisten haben am 11. August einen 40-Jährigen im Zug zwischen Burg und Magdeburg festgenommen, weil gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Sein Bruder zahlte die ausstehende Geldstrafe und bewahrte ihn vor Erzwingungshaft.

Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte den Mann im Zug und stellte fest, dass die Staatsanwaltschaft Braunschweig einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte. Der 40-Jährige war im März 2026 wegen einer Ordnungswidrigkeit vom Amtsgericht Salzgitter zu einer Geldstrafe von 100 Euro verurteilt worden.

Den Betrag hatte er nicht gezahlt und war auch nicht zum angesetzten Strafantritt von drei Tagen Erzwingungshaft erschienen. Daraufhin erließ die Staatsanwaltschaft im Juli den Haftbefehl.

Messer sichergestellt

Bei der Festnahme führte der Mann zwei Messer mit sich, die die Bundespolizisten sicherten. Nach einer Durchsuchung nahmen die Beamten ihn mit zur Dienststelle am Hauptbahnhof Magdeburg. Auf Kontaktaufnahme der Polizei zahlte der Bruder des Festgenommenen den haftabwendenden Betrag von 100 Euro auf dem Polizeirevier Burg. Der 40-Jährige konnte daraufhin die Dienststelle verlassen – erhielt aber eine erneute Ordnungswidrigkeitsanzeige und durfte die beschlagnahmen Messer nicht mitnehmen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 12. August 2026

11.08., 12:30Magdeburg

Mann ohne Ticket beleidigt und verletzt Fahrgäste in zwei Zügen

Ein 42-Jähriger ist in zwei separaten Vorfällen auf der Zugstrecke Magdeburg–Haldensleben aggressiv geworden, hat Fahrgäste beleidigt und angegriffen.

Am Montag, 10. August, kontrollierte eine Zugbegleiterin einen 42-jährigen Mann in einer Regionalbahn, der kein gültiges Ticket vorweisen konnte. Nach der Kontrolle beleidigte er eine Familie, schlug einen 31-jährigen Fahrgast mit der Faust gegen den Hals und drohte einer 39-jährigen Frau mit erhobener Faust. Bei einer Schlichtung durch Mitreisende beleidigte der Mann auch eine 65-jährige Frau mit ehrverletzenden Worten.

Bei der Ankunft am Haltepunkt Groß Ammensleben trafen Polizeikräfte ein. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,39 Promille. Die Beamten fanden und stellten ein Klappmesser sicher. Der Mann wurde zur Bundespolizei gebracht und später entlassen.

Zweiter Vorfall am selben Abend

Wenige Stunden später griff der 42-Jährige erneut auf dem Bahnhofsvorplatz an und fuhr anschließend ohne Ticket in einem zweiten Zug. Er beleidigte eine Gruppe von vier Kindern im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Ein 26-jähriger Fahrgast versuchte zu vermitteln, wurde aber von dem Mann attackiert. Ein weiterer Atemalkoholtest zeigte 2,67 Promille. Ein Rettungswagen behandelte den Mann vor Ort und brachte ihn ins Krankenhaus. Die Polizei ermittelt gegen ihn unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen, Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung und Volksverhetzung. Die Einsätze führten zu insgesamt 255 Minuten Verspätung in mehreren Zügen.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg, Mitteilung vom 11. August 2026.

07.08., 13:00Saalekreis

Radmuttern an Fahrzeug gelockert – Ermittlungen im Saalekreis

Nach einer Flugblattverteilaktion im Saalekreis wurden an einem Fahrzeug eines AfD-Wahlkampfhelfers Radmuttern gelockert; die Polizei ermittelt.

Ein Wahlkampfhelfer der AfD entdeckte nach einer Flugblattverteilaktion im Saalekreis, dass am Vorderrad seines Fahrzeugs drei Muttern fehlten. Eine Werkstatt stellte zudem fest, dass auch die Räder an den anderen drei Rädern gelockert worden waren.

Der Helfer überprüft nach Angaben der AfD regelmäßig die Radmuttern nach jedem Radwechsel gemäß Vorschrift. Die AfD-Vertreter schließen daher aus, dass sich die Muttern durch Fehlmontage von selbst gelöst haben. Der Fall wurde angezeigt; der Staatsschutz ermittelt.

Die stellvertretende Vorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, Dr. Hans-Thomas Tillschneider, und der Landesvorsitzende Martin Reichardt verurteilten die Tat scharf. Reichardt forderte von anderen Parteivorsitzenden in Sachsen-Anhalt eine klare Stellungnahme.

Quelle: Pressestelle AfD Landesverband Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 5. August 2026.

02.08., 02:00Halle (Saale)

Landeskriminalamt richtet Sonderkommission gegen rechtsextremistische Jugendgruppen ein

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt hat eine Sonderkommission "JuRex" gegründet, um gegen rechtsextremistische Jugendgruppierungen vorzugehen. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde ein 34-Jähriger in Gardelegen festgenommen.

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt (LKA) hat eine Sonderkommission "JuRex" eingerichtet, um gegen rechtsextremistische Jugendgruppierungen vorzugehen. Am 10. Juni 2026 führten Einsatzkräfte eine Durchsuchung in den Wohnräumen eines Beschuldigten in Gardelegen durch. Der 34-jährige Deutsche wird verdächtigt, über soziale Medien versucht zu haben, ein Tötungsdelikt in Auftrag zu geben. Nach der Durchsuchung wurde er einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Gegen den Beschuldigten werden zudem Verfahren wegen des Verdachts der Verbreitung verfassungsfeindlicher Inhalte geführt. Nach Behördenangaben hatte er versucht, Jugendliche in sozialen Medien zu beeinflussen. Die Ermittlungen dauern an.

Hintergrund der Sonderkommission

Die SoKo "JuRex" bündelt seit Mai 2026 präventive und repressive Maßnahmen gegen Radikalisierungsprozesse bei jungen Menschen. Sicherheitsbehörden beobachten bundesweit einen Zulauf zu rechtsextremistischen Jugendgruppen. In Sachsen-Anhalt sind Gruppierungen wie "Jung & Stark" (JS), "Deutsche Jugend voran" (DJV) und "Deutsche Jugend zuerst Halle (Saale)" (DJZ) aktiv. Ihre Mitglieder sind überwiegend jung und teilweise minderjährig. Die Vernetzung erfolgt hauptsächlich über digitale Plattformen, aus denen sich zunehmend öffentliche Zusammenkünfte entwickeln.

Quelle: Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 11. Juni 2026.

01.08., 02:30Jerichower Land

DRK erhält Mehrzweckboot für Katastrophenschutz

Das Land Sachsen-Anhalt hat dem DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land ein neues Mehrzweckboot übergeben, das bei Hochwässern und Wasserrettungen eingesetzt wird.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang hat in Burg ein Mehrzweckboot inklusive Motor und Trailer an den DRK-Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land übergeben. Das Land Sachsen-Anhalt förderte die Beschaffung mit rund 90.000 Euro.

Ausstattung und Einsatzmöglichkeiten

Das Boot trägt den Namen "Olina" und ist 7,90 Meter lang sowie 2,45 Meter breit. Mit nur 40 Zentimetern Tiefgang kann es in flachen Gewässern eingesetzt werden. Eine Bugklappe ermöglicht Ein- und Ausstieg für Einsatztaucher und Einsatzkräfte. Das Boot ist gegen treibende Gegenstände geschützt und kann über 1,5 Tonnen Last tragen – etwa für Sandsackverbau oder zur Behandlung von Personen.

Laut Innenministerin Zieschang lebt der Bevölkerungsschutz vom Einsatz ehrenamtlicher Helfer. Mit dem Boot erhalte das DRK ein modernes Einsatzmittel für Hochwasserlagen und Wasserrettungseinsätze. Das Land werde weiter in den Katastrophenschutz investieren.

Finanzielle Unterstützung

Die Mittel für Katastrophenschutz wurden erhöht: Standen früher etwa zwei Millionen Euro jährlich zur Verfügung, waren es 2025 bereits 3,7 Millionen Euro. Für 2026 sind 6,2 Millionen Euro vorgesehen. Über ein Sondervermögen für Infrastruktur stehen zusätzlich 36,1 Millionen Euro für die nächsten Jahre bereit.

Quelle: Landesportal Sachsen-Anhalt – Ministerium für Inneres und Sport, Mitteilung vom 14. Juli 2026.

31.07., 12:00Stendal

Ortsfeuerwehr Schönhausen erhält neues Hilfeleistungslöschfahrzeug

Die Ortsfeuerwehr Schönhausen/Elbe im Landkreis Stendal hat ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug erhalten, das das Land Sachsen-Anhalt mit 190.000 Euro gefördert hat.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang hat das Fahrzeug am 11. Juli 2026 offiziell übergeben. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) 20 ist für Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung und Menschenrettung ausgelegt. Es verfügt über einen Löschwassertank mit 2.000 Litern Fassungsvermögen und bietet Platz für bis zu neun Einsatzkräfte.

Das Ministerium für Inneres und Sport unterstützt Kommunen in Sachsen-Anhalt kontinuierlich beim Brandschutz durch Fördermittel für Fahrzeuge, Feuerwehrhäuser und Löschwasserentnahmestellen. Im Jahr 2026 stehen insgesamt über 25 Millionen Euro zur Verfügung, davon fließen Mittel in den Neu- und Umbau von 19 Feuerwehrhäusern und die Beschaffung von 70 Einsatzfahrzeugen. Zusätzlich sind rund 5 Millionen Euro aus einem Sondervermögen für Infrastruktur verfügbar.

Auch in den kommenden Jahren sind weitere Investitionen geplant: 2027 sollen 78 Fahrzeuge gefördert werden, 2028 54 Fahrzeuge. Für Feuerwehrhäuser sind 2027 elf und 2028 13 Bauvorhaben vorgesehen.

Quelle: Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 11. Juli 2026.

31.07., 12:00Mannheim

Sachsen-Anhalt führt Früherkennungssystem für Gewalttäter ein

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat ein landesweit einheitliches Verfahren zur Früherkennung von Personen mit Gewaltpotential gestartet.

Auf einer Fachtagung am 3. Juli 2026 wurde rund 250 Vertreterinnen und Vertretern aller Polizeibehörden, der Fachhochschule Polizei und des Ministeriums für Inneres und Sport das Handlungskonzept "Früherkennungs- und Bedrohungsmanagement Sachsen-Anhalt" präsentiert. Innenministerin Dr. Tamara Zieschang betonte die Notwendigkeit des Systems: "Gefahren entstehen nicht aus dem Nichts. Oft gibt es im Vorfeld Hinweise, Signale und Entwicklungen."

Drei-Stufen-Modell
Das Konzept folgt dem Grundsatz "Erkennen – Bewerten – Handeln" und definiert eine landeseinheitliche Risikobewertung sowie klare Vorgaben zu Abläufen und Zuständigkeiten. Die polizeiliche Bearbeitung erfolgt in drei Stufen: Früherkennung durch alle Bediensteten, Analyse und Fallmanagement in den Polizeiinspektionen sowie eine zentrale Fachstelle im Landeskriminalamt. Das Verfahren setzt bewusst früh und niederschwellig an und bezieht weitere Behörden und Netzwerkpartner ein, da Früherkennung nicht allein polizeiliche Aufgabe ist.

Quelle: Landesportal Sachsen-Anhalt – Ministerium für Inneres und Sport, Mitteilung vom 3. Juli 2026.

31.07., 12:00Stendal

Sachsen-Anhalt führt neue Leitstellensoftware in der Polizei ein

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt setzt landesweit ein neues Softwaresystem zur Einsatzsteuerung ein, das die Leitstellen modernisieren soll.

Nach einer zweijährigen Planungs- und Umsetzungsphase wird die Leitstellensoftware eOCS künftig in allen Lage- und Führungszentren sowie den Einsatzführungsstellen der Polizeiinspektionen eingesetzt. Das System soll Einsätze schneller, präziser und effizienter koordinieren.

Browserbasiertes System mit erweiterten Funktionen

Die neue Software arbeitet vollständig browserbasiert und benötigt keine lokale Installation. Sie unterstützt den gesamten Prozess vom Notrufeingang über die Disposition bis zur Dokumentation und verknüpft verschiedene Informations- und Kommunikationsquellen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung. Gegenüber dem bisherigen System ELDIS 3 bietet eOCS optimierte Einsatzortsuche sowie erweiterte Dispositions- und Alarmierungsfunktionen.

Die stufenweise Einführung begann im Mai 2026 in Dessau-Roßlau, im Juni folgte Halle (Saale). Bis Ende Juni soll die Implementierung auch in den Inspektionen Magdeburg und Stendal abgeschlossen sein. Zusätzlich wurde eine mobile Anbindung (resQnect MOBILE) geschaffen, die Einsatzkräfte im Außendienst direkt in die digitale Leitstellenkommunikation einbindet.

Die Gesamtkosten des Modernisierungsprojekts belaufen sich auf rund 5,8 Millionen Euro.

Quelle: Landesportal Sachsen-Anhalt, Ministerium für Inneres und Sport, Mitteilung vom 17. Juni 2026.

31.07., 12:00Halle (Saale)

LKA warnt vor veränderten Banknotenabbildungen nach Sicherstellung über Halle

Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt warnt vor dem Inverkehrbringen von veränderten Banknotenabbildungen, nachdem die Polizei im März 2026 Scheine im Wert von über einer Million Euro sichergestellt hat.

Die Polizeiinspektion Halle (Saale) stellte im März 2026 veränderte Banknotenabbildungen (VBNA) sicher. Ein 38-jähriger Deutscher aus Halle (Saale) hatte über eine bundesweite Verkaufsplattform sogenanntes "Spielgeld" mit dem Erscheinungsbild von Euro-Banknoten vertrieben. Die Scheine waren mit dem Kennzeichen "Prop Copy" versehen und ähnelten echtem Geld stark.

Nach deutschem Recht gelten solche Scheine als Falschgeld, wenn sie mit echtem Geld verwechselt werden können und als echt in den Verkehr gebracht werden oder werden sollen. Das Inverkehrbringen derartiger Banknoten wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft. Im Jahr 2025 waren 27 Prozent der sichergestellten Banknoten solchen veränderten Banknotenabbildungen zuzuordnen. In Sachsen-Anhalt wurden 2025 insgesamt 432 Fälle des Inverkehrbringens von Falschgeld bekannt, dabei konnten 275 Tatverdächtige ermittelt werden.

Schnelltests für echte Banknoten: Echtheit lässt sich durch "Fühlen", "Sehen" und "Kippen" prüfen. Beim Fühlen sollten erhabene Strukturen spürbar sein. Beim Sehen zeigen sich Wasserzeichen und Sicherheitsfäden gegen das Licht. Beim Kippen verändern sich Farben und Muster im Hologramm.

Quelle: Pressestelle Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt, Mitteilung vom 8. Mai 2026.

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