IHK lehnt geplante Bettensteuer in Oberhausen ab
Die Industrie- und Handelskammer wendet sich gegen Pläne der Stadt Oberhausen, eine Bettensteuer einzuführen, und warnt vor Wettbewerbsnachteilen für Hotels.
Die IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen lehnt die geplante Einführung einer Bettensteuer in Oberhausen ab. Nach Ansicht der Kammer würde eine solche Abgabe in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation ein falsches Signal setzen und Hotels zusätzlich belasten.
Befürchtete Folgen für Hotellerie
Die Bettensteuer hätte erhebliche Konsequenzen: Neben erhöhtem Preisdruck entstünde für Betriebe und Verwaltung zusätzliche Bürokratie. Hotels müssten neue Prozesse einführen, Personal schulen und IT-Systeme anpassen. Hauptgeschäftsführerin Kerstin Groß warnt, dass dies die Wettbewerbsfähigkeit der Oberhausener Hotellerie weiter schwäche, besonders in einem Markt mit preisempfindlichen Kunden. Gäste könnten auf umliegende Städte ohne Beherbergungssteuer ausweichen.
Die Hotellerie sei bereits durch Pandemie, gestiegene Energiekosten und Fachkräftemangel unter Druck. Oberhausen verzeichne etwa 600.000 Übernachtungen jährlich, ein großer Anteil entfalle auf Auslandsgäste und Geschäftsreisende. Die IHK appelliert an die Stadt, auf die Bettensteuer zu verzichten und stattdessen den Wirtschafts- und Tourismusstandort zu stärken.
Quelle: Pressestelle IHK für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Mitteilung vom 23.02.2026.