Rheinisches Revier könnte Ausbauziel für erneuerbare Energien früher erreichen
Die Region baut Windkraft, Solaranlagen und Biomasse schneller aus als geplant: Statt 2028 könnte bereits Anfang 2027 die Fünf-Gigawatt-Marke erreicht werden.
Im Rheinischen Revier sind derzeit 4,5 Gigawatt an erneuerbaren Energieanlagen in Betrieb. Seit Ende 2020 hat sich die installierte Leistung damit nahezu verdoppelt. Nach dem Gigawattpakt, einem Bündnis aus Kommunen, Kreisen, Energieunternehmen und dem Land Nordrhein-Westfalen, soll bis 2028 eine Leistung von mindestens fünf Gigawatt erreicht werden. Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass dieses Ziel bereits Anfang 2027 übertroffen sein könnte.
Unternehmen nutzen erneuerbare Energien
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur besuchte am 17. Juli zwei Betriebe der Region. Das Eisenwerk Brühl investiert in eine Photovoltaikanlage mit rund sieben Megawattpeak auf Gebäude- und Parkplatzflächen. Der Agrar-Service von Meer in Euskirchen betreibt eine Biogasanlage mit einer Leistung von etwa 3,5 Megawatt, die Strom, Wärme und Biomethan erzeugt.
Bund und Land unterstützen den Strukturwandel mit bis zu 14,8 Milliarden Euro. Bislang wurden 708 Strukturwandelprojekte mit einem Fördervolumen von rund 3,1 Milliarden Euro bewilligt.
Quelle: Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Mitteilung vom 17.07.2026.