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31.07., 12:00

Rheinisches Revier könnte Ausbauziel für erneuerbare Energien früher erreichen

Die Region baut Windkraft, Solaranlagen und Biomasse schneller aus als geplant: Statt 2028 könnte bereits Anfang 2027 die Fünf-Gigawatt-Marke erreicht werden.

Im Rheinischen Revier sind derzeit 4,5 Gigawatt an erneuerbaren Energieanlagen in Betrieb. Seit Ende 2020 hat sich die installierte Leistung damit nahezu verdoppelt. Nach dem Gigawattpakt, einem Bündnis aus Kommunen, Kreisen, Energieunternehmen und dem Land Nordrhein-Westfalen, soll bis 2028 eine Leistung von mindestens fünf Gigawatt erreicht werden. Aktuelle Entwicklungen deuten darauf hin, dass dieses Ziel bereits Anfang 2027 übertroffen sein könnte.

Unternehmen nutzen erneuerbare Energien

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur besuchte am 17. Juli zwei Betriebe der Region. Das Eisenwerk Brühl investiert in eine Photovoltaikanlage mit rund sieben Megawattpeak auf Gebäude- und Parkplatzflächen. Der Agrar-Service von Meer in Euskirchen betreibt eine Biogasanlage mit einer Leistung von etwa 3,5 Megawatt, die Strom, Wärme und Biomethan erzeugt.

Bund und Land unterstützen den Strukturwandel mit bis zu 14,8 Milliarden Euro. Bislang wurden 708 Strukturwandelprojekte mit einem Fördervolumen von rund 3,1 Milliarden Euro bewilligt.

Quelle: Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Mitteilung vom 17.07.2026.

31.07., 12:00

Ministerin Neubaur besucht Hochwasser-Wiederaufbau in Erftstadt und Euskirchen

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat sich beim Erftverband und beim Unternehmen Pfeifer & Langen ein Bild vom Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe von 2021 gemacht.

Ministerin Neubaur besichtigte die Kläranlage Köttingen in Erftstadt-Köttingen, die zu den am stärksten vom Hochwasser betroffenen Kläranlagen in Nordrhein-Westfalen gehörte. Der Erftverband investiert nach eigenen Angaben in Hochwasserrückhaltebecken, digitale Warnsysteme und interkommunale Projekte entlang der Erft.

Im Anschluss besuchte die Ministerin ein Werk des Zuckerkonzerns Pfeifer & Langen in Euskirchen, das ebenfalls massiv durch die Flutkatastrophe beschädigt wurde. Mit Unterstützung des Landes seien die Schäden mittlerweile behoben worden. Ein Fokus der Investitionen vor Ort liegt der Mitteilung zufolge auf der Steigerung der Energieeffizienz durch Abwärmenutzung.

Unterstützung durch das Land

Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie hat betroffene Unternehmen beim Wiederaufbau unterstützt – mit Mitteln aus Bundesprogrammen für Sachschäden und Einkommensausfälle. Bei der NRW.BANK wurden insgesamt 1.780 Anträge auf Wiederaufbauhilfe eingereicht. Bislang wurden demnach Fördermittel in Höhe von knapp 400 Millionen Euro bewilligt.

Quelle: Pressestelle Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW, Mitteilung vom 20.07.2026.