IHK und Energy Hub Wilhelmshaven fordern Ausbau der Schieneninfrastruktur
Eine aktualisierte Analyse zeigt: Für die wachsenden Verkehrsmengen in der Region Weser-Ems reichen die vorhandenen Schienenkapazitäten nicht aus – Ausbaupläne müssen jetzt umgesetzt werden.
Die Oldenburgische IHK hat zusammen mit dem Energy Hub Wilhelmshaven eine Kapazitätsanalyse der Schieneninfrastruktur in der Region Weser-Ems vorlegen lassen. Das Verkehrswissenschaftliche Institut der RWTH Aachen untersuchte dabei, ob das bestehende Netz den prognostizierten Personen- und Güterverkehr bewältigen kann – unter Berücksichtigung der Entwicklung Wilhelmshavens als Energy Hub.
Konkrete Handlungsbedarfe
Die Analyse identifiziert mehrere Engpässe. In Sande werde ein zusätzlicher Bahnsteig notwendig. Darüber hinaus müssen die Strecken von Oldenburg nach Bremen und Osnabrück ausgebaut werden. Geplant sind: eine neue Eisenbahnbrücke in Oldenburg mit Stellwerk und Pferdemarkbrücke, Überholmöglichkeiten für Ganzzüge zwischen Brake und Hude, der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg–Osnabrück sowie Kapazitätserweiterungen zwischen Oldenburg und Bremen.
Die IHK betont: Der Hafen allein ist nicht die Grenze des Wachstums – entscheidend ist die Hinterlandanbindung per Schiene. Da Wilhelmshaven keinen Binnenwasserstraßenanschluss hat, gewinnt die Bahn zusätzlich an Bedeutung. Die Erkenntnisse sollen Grundlage für den neuen Bundesverkehrswegeplan werden.
Quelle: Pressestelle Oldenburgische IHK, Mitteilung vom 13. Mai 2026.