IHK und Landkreis Wesermarsch fordern Ausbau der Bahnstrecke Hude–Nordenham
Eine Analyse der RWTH Aachen zeigt das Potenzial der Bahnstrecke; IHK und Landkreis sehen Bedarf für Investitionen, um Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.
Die Bahnstrecke Hude–Nordenham ist derzeit weitgehend eingleisig. Eine von der Oldenburgischen IHK und dem Landkreis Wesermarsch beauftragte Studie der RWTH Aachen hat die Leistungsfähigkeit untersucht. Während die Strecke nach bisherigen Prognosen für 2040 ausreichend dimensioniert wäre, warnen die Hochschulforscher vor Engpässen bei wachsendem Güterverkehr.
Kurzfristige Maßnahmen und langfristige Ziele
Als schnell umzusetzbare Lösung schlagen die Experten die Verlängerung der Überholgleise in Elsfleth und Neuenkoop vor. Langfristig fordern Landrat Stephan Siefken und IHK-Präsident Jan Müller einen zweigleisigen Ausbau des Abschnitts Hude–Brake. Mehrere Unternehmen der Region – darunter Norddeutsche Seekabelwerke, Kronos, Glencore und Steelwind – haben Interesse an einer zuverlässigeren Bahnverbindung bekundet. Siefken begründet den Ausbau mit wirtschaftlichem Wachstum, verbesserter Mobilität im ländlichen Raum und Klimaschutz. Nach Aussage Müllers wird der Vorschlag bei der DB InfraGo nicht abgelehnt; nun müssen Finanzierungsquellen erschlossen werden.
Quelle: Pressestelle Landkreis Wesermarsch, Mitteilung vom 24. April 2026.