Die Polizeidirektion Göttingen intensiviert ihre Präsenz an als "gefährlich" eingestuften Orten in Hameln, Hildesheim und Göttingen und hat dabei 75 Messer sichergestellt.
Die Polizeidirektion Göttingen setzt verstärkte Maßnahmen zur Sicherung von Kriminalitätsschwerpunkten um. In Hameln (seit Ende 2023), Hildesheim (seit Oktober 2024) und Göttingen (seit April 2026) wurden Bereiche rechtlich als "gefährliche Orte" eingestuft. Dies ermöglicht verdachtsunabhängige Personenüberprüfungen und Durchsuchungen zur Straftatenverhütung.
Bilanz der Maßnahmen
In Hameln führten rund 470 Personenüberprüfungen zur Sicherstellung von zwei Schreckschusswaffen, fünf Messern und weiteren gefährlichen Gegenständen. In Hildesheim wurden bis Ende Juni über 4.700 Maßnahmen durchgeführt, darunter 1.771 Personalien-Feststellungen und 898 Durchsuchungen; die Zahl registrierter Verbrechen ist deutlich rückläufig. In Göttingen kontrollierten Beamte bis Ende Juni 942 Personen, stellten 36 Messer sowie weitere Waffen sicher und erteilten 52 Platzverweise und 11 Aufenthaltsverbote.
Insgesamt wurden an allen drei Orten 75 Messer sichergestellt. Die Stadt Göttingen ergänzte die Maßnahmen durch eine Waffenverbotszone in der Innenstadt (seit Februar 2026). Polizeidirektorin Tanja Wulff-Bruhn betont, dass das professionelle Vorgehen erste positive Tendenzen zeige und die Rückmeldungen aus Politik und Gesellschaft durchweg positiv ausfallen.