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BlaulichtGifhorn

24.07., 12:30

Betrüger erbeuten sechsstelligen Betrag durch Schockanruf

Ein über 90-Jähriger aus dem Landkreis Gifhorn ist Opfer einer Schockanruf-Betrugsmasche geworden und hat Bargeld sowie Gold an Unbekannte übergeben.

Die Polizeiinspektion Gifhorn warnt vor einer Welle von Schockanrufen, bei denen sich Betrüger als Polizisten, Staatsanwälte oder Ärzte ausgeben. Im Fall eines über 90-Jährigen aus Osloß war die Masche erfolgreich: Ein Anrufer gab sich als Ärztin aus und behauptete, die Tochter des Mannes sei mit Krebsdiagnose ins Krankenhaus eingeliefert worden. Für ein spezielles Medikament aus dem Ausland sei eine Kaution erforderlich. Im Hintergrund waren verzweifelt klingende Rufe zu hören, angeblich von der Tochter.

Der Mann übergab gegen Mittag Bargeld und Gold an einen unbekannten Mann. Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich. Der Abholer wird beschrieben als männlich, etwa 38 bis 40 Jahre alt, 175 Zentimeter groß, normale Statur, deutsches Erscheinungsbild. Er trug einen dunklen Pullover, graue Jogginghose und weiße Schuhe.

Sicherheitsratschläge der Polizei: Beenden Sie solche Gespräche sofort. Kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person unter einer Ihnen bekannten Nummer. Geben Sie am Telefon keine persönlichen oder finanziellen Informationen preis und übergeben Sie niemals Geld an Unbekannte. Melden Sie verdächtige Anrufe unter 110.

Quelle: Polizeiinspektion Gifhorn, Mitteilung vom 24.07.2026

22.07., 01:00

Polizei Gifhorn warnt vor betrügerischen Trading-Plattformen

Die Polizeiinspektion Gifhorn ermittelt in zwei Fällen von Anlagebetrug und warnt vor professionell gestalteten, betrügerischen Online-Handelsplattformen.

In zwei Fällen haben Männer aus dem Landkreis Gifhorn Geld an vermeintliche Broker überwiesen. Im ersten Fall war es ein fünfstelliger Betrag. Im zweiten Fall begann das Opfer mit einer kleineren Summe, die tatsächlich zurückgezahlt wurde – ein Vertrauensaufbau, der den Mann später dazu bewog, mehrere Tausend Euro zu investieren. Die Ermittlungen in beiden Fällen dauern an.

So funktioniert die Betrugsmasche

Die Täter betreiben professionell gestaltete Internetseiten, die schnelle Gewinne durch Investitionen in Kryptowährungen, Devisen oder andere Finanzprodukte versprechen. Sie nutzen aufwendige Werbung in sozialen Medien, erfundene Erfolgsgeschichten und missbrauchte Namen prominenter Personen oder bekannter Unternehmen. Nach der Registrierung melden sich vermeintliche Broker, die kompetent und hilfsbereit wirken.

Die ersten Einzahlungen fallen gering aus. Die Plattform zeigt rasch Gewinne an – allerdings sind diese erfunden, ein tatsächlicher Handel findet nicht statt. Manchmal zahlen Betrüger kleine Beträge aus, um Vertrauen zu schaffen. Beim Auszahlungsversuch werden dann plötzlich Steuern, Gebühren oder Provisionen fällig. Weitere Überweisungen folgen – das Geld kommt dennoch nicht zurück.

Warnung und Ratschläge

Die Polizei empfiehlt, Anbieter vor Zahlungen gründlich zu prüfen – etwa über die Datenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Niemals sollten Ausweiskopien, Online-Banking-Zugänge oder Fernzugriffe an Unbekannte gewährt werden. Wer auf Gebühren-Forderungen bei Auszahlungen stößt, sollte kein weiteres Geld überweisen und stattdessen sofort die Bank und die Polizei informieren.

Quelle: Polizeiinspektion Gifhorn, Mitteilung vom 21.07.2026

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