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PolitikLudwigslust-Parchim

19.08., 19:08

BSW fordert regionale Stromversorgung statt Netzausbau

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kritisiert die Energiepolitik Mecklenburg-Vorpommerns und fordert ein neues Modell für die Stromversorgung.

Mecklenburg-Vorpommern erzeugt nach Angaben der BSW über 5.300 Megawatt Solarleistung, mehr als 4.400 Megawatt Windkraft sowie über 430 Megawatt Biomasse-Kapazitäten. Dies übersteige den eigenen Verbrauch um ein Vielfaches.

Die BSW kritisiert jedoch, dass der im Land erzeugte Strom großteils über Höchstspannungstrassen in westliche und südliche Ballungsräume transportiert wird, während die Netzentgelte für die hiesigen Verbraucher und Betriebe bundesweit am höchsten ausfallen. Der Ausbau dieser Übertragungsnetze werde auf die lokalen Netzkunden umgelegt.

Regionalstrom-Modell statt Konzern-Abzocke

Das BSW fordert eine Umkehr der bisherigen Politik. Der Strom aus Wind, Solar und Biomasse soll direkt von Erzeugern zu Verbrauchern vor Ort fließen, ohne über die Strombörse geleitet zu werden. Kommunen sollen das Tarifrecht für in ihrem Gebiet erzeugten Strom erhalten und diesen günstiger gestalten können. Überschüsse sollen in lokale Projekte wie Schulen oder Kitas fließen. Stadtwerke sollen durch Risikoverteilung entlastet werden.

Die BSW sieht in der bisherigen Landespolitik ein Versagen und fordert eine konsequente Umsetzung der europäischen Entflechtungsgesetze zur Trennung von Netzbetrieb und Energievertrieb.

Quelle: Pressestelle Bündnis Sahra Wagenknecht Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Mitteilung vom 14.08.2026.