Justizminister Heinz startet Tour zu neuen Kriminalitätsformen
Hessens Justizminister Christian Heinz hat am 4. August eine Rechtsstaats-Tour gestartet und besuchte Staatsanwaltschaften und Gerichte, um sich mit neuen Kriminalitätsphänomenen und Ausbildungsangeboten in der Justiz zu befassen.
Der Justizminister informierte sich über internetgestützte Kriminalitätsformen wie "Deepfakes" und "Crime as a Service". Besondere Aufmerksamkeit galt dem Phänomen "Violence as a Service", bei dem Kriminelle Gewaltaten durch bezahlte Dritte ausführen lassen. Die hessischen Staatsanwaltschaften arbeiten dazu mit dem Bundeskriminalamt, Europol und niederländischen Behörden zusammen, was bereits zu mehreren Ermittlungserfolgen führte.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Erweiterung der Rolle einer Staatsanwältin zur "Beauftragten für die Verfolgung von Straftaten mit frauenfeindlichem Hintergrund". Diese soll künftig Fälle von digitaler Gewalt gegen Frauen, Stalking und häusliche Gewalt koordinieren.
Ausbildungsplätze in der Justiz
Bei Besuchen am Amtsgericht Offenbach und Amtsgericht Hanau warb Heinz für Ausbildungsplätze. Die beiden Gerichte wollen zum 1. September 2027 voraussichtlich acht Justizfachangestellte einstellen. Nach bestandener Ausbildung seien die Übernahmechancen sehr gut, teilte der Minister mit.
Quelle: Pressestelle Hessisches Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat, Mitteilung vom 4. August 2026.