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Aus dem RathausGießen

20.08., 12:30

Führerscheinumtausch: Landkreis Gießen rät zu frühem Antrag

Inhaber eines zwischen 2002 und 2004 ausgestellten unbefristeten Kartenführerscheins sollten ihren Umtausch nicht aufschieben — die Frist endet am 19. Januar 2027.

Der Landkreis Gießen empfiehlt Betroffenen, den Antrag schon jetzt zu stellen statt kurz vor Ablauf der Frist. Dadurch lassen sich unnötiger Zeitdruck und Engpässe bei der Bearbeitung vermeiden.

Wer ist betroffen?
Alle Personen mit einem unbefristeten Kartenführerschein aus den Jahren 2002 bis 2004 müssen diesen umtauschen. Das Ausstellungsdatum findet sich auf der Vorderseite unter Ziffer 4a. Eine Ausnahme gilt für vor 1953 Geborene — ihre Frist endet erst am 19. Januar 2033.

Ablauf und Gebühren
Beim Umtausch wird nur das Dokument erneuert, die Fahrerlaubnis bleibt bestehen. Weder Fahrprüfung noch Sehtest sind nötig. Der neue Führerschein ist 15 Jahre gültig. Die Verwaltungsgebühr beträgt 26,50 Euro, mit Direktversand zur Wohnanschrift 32,80 Euro.

Erforderliche Unterlagen sind der aktuelle Führerschein, ein gültiges Ausweisdokument und ein biometrisches Lichtbild (35 × 45 mm). Bei Reisepass ist zusätzlich eine aktuelle Meldebescheinigung nötig.

Der Antrag kann online über die Website des Landkreises oder persönlich mit Termin bei der Fahrerlaubnisbehörde in Gießen oder Grünberg gestellt werden.

Quelle: Pressestelle Landkreis Gießen, Mitteilung vom 20. August 2026.

03.08., 12:30

Landkreis Gießen erhält 45 Millionen Euro aus Bundes-Sondervermögen

Der Landkreis Gießen kann nun auf 45 Millionen Euro aus einem Bundes-Sondervermögen zugreifen – der erste Teil von insgesamt rund 71 Millionen Euro, die bis 2036 bereitgestellt werden.

Der Landkreis Gießen hat einen Zuwendungsvertrag mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgeschlossen und kann dadurch auf Fördermittel des Bundes zugreifen. Die Bundesregierung hat insgesamt 500 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, die in Investitionen der Länder und Kommunen sowie Klimaschutz fließen.

Mittel für Schulen und Sportstätten

Nach Angaben von Kämmerer Frank Ide ist dies die höchste Förderung, die der Landkreis bisher erhalten hat. Das Geld wird nicht auf einmal ausgezahlt, sondern in mehreren Tranchen über die kommenden Jahre abgerufen. Schul- und Baudezernent Christopher Lipp betont, dass die Mittel in erster Linie für die Modernisierung und den Ausbau von Schulen, Sportstätten und Infrastruktur verwendet werden. Perspektivisch könnten auch Vorhaben im Katastrophenschutz und der Gefahrenabwehr gefördert werden. Landrätin Anita Schneider würdigt die Förderung als wichtigen Beitrag in Zeiten defizitärer Haushalte, weist aber darauf hin, dass das Sondervermögen die strukturelle Unterfinanzierung der kommunalen Aufgaben nicht dauerhaft löst.

Quelle: Pressestelle Landkreis Gießen, Mitteilung vom 3. August 2026.

31.07., 13:00

Landkreis plant Modell für bezahlbaren Wohnraum

Kreisbeigeordnete Christel Sprößler hat ein dreisäuliges Konzept vorgestellt, das der Wohnungsknappheit im Landkreis Darmstadt-Dieburg entgegenwirken soll.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg sieht sich mit einem wachsenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum konfrontiert. Während die Einwohnerzahl zwischen 2014 und 2024 um 4,8 Prozent stieg, nahm der Wohnungsbestand im gleichen Zeitraum nur um 2,7 Prozent zu. Die Mieten stiegen um 35 bis 40 Prozent, die Leerstandsquote lag bei nur 1,5 Prozent. Damit liegt das Problem nicht bei leerstehendem Wohnraum, sondern bei einem unzureichenden Angebot günstiger Wohnungen.

Drei Säulen des Konzepts

Das von Kreisbeigeordneter und Sozialdezernentin Christel Sprößler entwickelte Modell basiert auf drei Elementen: Erstens sollen Mittel für die Unterbringung von Geflüchteten teilweise in den Neubau von Wohnungen fließen, die später als bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung stehen. Zielgruppe sind vorrangig Senioren. Mögliche Mietpreise liegen bei etwa sieben Euro pro Quadratmeter. Zweitens prüft der Kreis ein eigenes Förderprogramm für Neubauten und Sanierungen. Drittens soll eine interkommunale Gesellschaft den Wissensaustausch fördern und Investoren mit Kommunen zusammenbringen. Der Kreis orientiert sich dabei an Modellen aus Mittelhessen, insbesondere aus dem Landkreis Gießen.

Quelle: Pressestelle Landkreis Darmstadt-Dieburg, Mitteilung vom 19. Februar 2026.

31.07., 12:00

Bezahlkarte im Lahn-Dill-Kreis: Verwaltung meldet weniger Besucherandrang

Ein Jahr nach Einführung der Bezahlkarte für Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zieht der Lahn-Dill-Kreis eine positive Bilanz.

Seit April 2025 werden Leistungen im Lahn-Dill-Kreis über Bezahlkarten statt in bar ausgezahlt. Nach eigenen Angaben hat sich damit der Ablauf im Flüchtlingsbüro grundlegend verändert: Die früheren Stoßzeiten mit hohem Besucherandrang am Monatsanfang entfallen demnach.

Entlastung für Verwaltung und Nutzer
Etwa 700 Menschen wurden von Barauszahlung auf die Karte umgestellt. Der Kreis sieht mehrere Vorteile: Der organisatorische Aufwand sinke, ebenso das Konfliktpotenzial, das mit großen Bargeldsummen verbunden war und einen Sicherheitsdienst erforderlich machte. Arbeitsabläufe verteilten sich gleichmäßiger über den Monat.

Für Leistungsberechtigte entfalle die monatliche persönliche Vorsprache zur Auszahlung. Geld werde wie mit einer gewöhnlichen Bankkarte gezahlt, Bargeldabhebungen seien bei vielen Supermärkten im Rahmen geltender Regelungen möglich.

Zu Beginn gab es nach Angaben des Kreises technische Herausforderungen etwa bei einer Nutzer-App. Diese seien größtenteils behoben worden. Das Flüchtlingsbüro unterstütze weiterhin bei Fragen.

Quelle: Pressestelle Lahn-Dill-Kreis, Mitteilung vom 16. Juli 2026.

31.07., 12:00

Orthopäde Dr. Schache kehrt zu Kreiskliniken zurück

An den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg übernimmt Dr. Thorsten Schache die Leitung des neu gegründeten Departments Endoprothetik.

Dr. Thorsten Schache wird neuer Leiter des Departments Endoprothetik in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg. Der 57-jährige Facharzt war bereits von 2011 bis 2012 als Sektionsleiter Endoprothetik in Groß-Umstadt tätig und kehrt nun an den Standort zurück.

Das Department ist Teil des neuen "Centrum für MuskuloSkelettale Medizin" (CMSM), das mehrere hochspezialisierte Bereiche umfasst. In Groß-Umstadt soll unter Schaches Leitung ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung etabliert werden. Schache arbeitete zuletzt als Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie am Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim. Davor war er leitender Oberarzt an der Uniklinik Frankfurt tätig.

Prof. Dr. Peter Schräder, Ärztlicher Leiter der Kreiskliniken, begrüßt die Rückkehr: "Ich bin froh, dass wir Dr. Schache für unsere tiefergehende Spezialisierung gewinnen konnten. Mit ihm sind wir sicher, auch in Groß-Umstadt ein Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung etablieren zu können."

Quelle: Pressestelle Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, Mitteilung vom 26. Januar 2026.

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