BSW fordert Senat zur Stellungnahme zum GHB-Stellenabbau auf
Die Bremer BSW-Landesvorsitzenden verlangen vom Senat Auskunft über Maßnahmen gegen den angekündigten Abbau von 150 Arbeitsplätzen beim Gesamthafenbetrieb.
Das BSW Bremen hat die Senatskanzlei aufgefordert, zu dem geplanten Abbau von 150 Stellen beim Gesamthafenbetrieb (GHB) Stellung zu nehmen. Das würde etwa jede fünfte Stelle bei dem Unternehmen mit insgesamt rund 850 Arbeitsplätzen in Bremen und Bremerhaven bedeuten.
In einem Schreiben vom 21. August verlangen die Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri Auskunft darüber, welche Gespräche der Senat bereits geführt hat, ob ein Krisengipfel mit Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft geplant ist, und welche Transfer-, Vermittlungs- oder Umschulungsangebote vorbereitet werden. Auch möchte das BSW wissen, ob erfahrene Hafenarbeiter bei anderen Bremer Unternehmen oder Häfen weiterbeschäftigt werden können.
Die Partei kritisiert, dass Personalabbau nicht die erste Antwort auf wirtschaftliche Schwierigkeiten sein darf. Der GHB hatte 2022 einen Überschuss von etwa 4,37 Millionen Euro, schrieb 2023 einen Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro und 2024 einen Gewinn von rund 795.000 Euro. Das BSW fordert den Senat außerdem auf zu klären, ob strukturelle Probleme des Hafenstandorts oder nur ein kurzfristiges konjunkturelles Tief der Grund für den Stellenabbau sind.
Quelle: Pressemitteilung BSW Bremen, 21. August 2026.