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WirtschaftBremen

22.08., 01:30Bremen

BSW fordert Senat zur Stellungnahme zum GHB-Stellenabbau auf

Die Bremer BSW-Landesvorsitzenden verlangen vom Senat Auskunft über Maßnahmen gegen den angekündigten Abbau von 150 Arbeitsplätzen beim Gesamthafenbetrieb.

Das BSW Bremen hat die Senatskanzlei aufgefordert, zu dem geplanten Abbau von 150 Stellen beim Gesamthafenbetrieb (GHB) Stellung zu nehmen. Das würde etwa jede fünfte Stelle bei dem Unternehmen mit insgesamt rund 850 Arbeitsplätzen in Bremen und Bremerhaven bedeuten.

In einem Schreiben vom 21. August verlangen die Landesvorsitzenden Christopher Schulze und Alper Iseri Auskunft darüber, welche Gespräche der Senat bereits geführt hat, ob ein Krisengipfel mit Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaft geplant ist, und welche Transfer-, Vermittlungs- oder Umschulungsangebote vorbereitet werden. Auch möchte das BSW wissen, ob erfahrene Hafenarbeiter bei anderen Bremer Unternehmen oder Häfen weiterbeschäftigt werden können.

Die Partei kritisiert, dass Personalabbau nicht die erste Antwort auf wirtschaftliche Schwierigkeiten sein darf. Der GHB hatte 2022 einen Überschuss von etwa 4,37 Millionen Euro, schrieb 2023 einen Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro und 2024 einen Gewinn von rund 795.000 Euro. Das BSW fordert den Senat außerdem auf zu klären, ob strukturelle Probleme des Hafenstandorts oder nur ein kurzfristiges konjunkturelles Tief der Grund für den Stellenabbau sind.

Quelle: Pressemitteilung BSW Bremen, 21. August 2026.

08.08., 01:30Bremen

Verwaltungsrat entscheidet über erste Fördermaßnahmen des Ausbildungsunterstützungsfonds

Der Bremer Ausbildungsunterstützungsfonds wird im August mit konkreten Förderprogrammen starten, nachdem das Verwaltungsgericht seine Rechtmäßigkeit bestätigt hat.

Der Ausbildungsunterstützungsfonds soll Teil der Fachkräftestrategie des Bremer Senats sein. Ziel ist es, mehr Unternehmen zur Ausbildung junger Menschen zu bewegen und ausbildende Betriebe gezielt zu unterstützen. Der Verwaltungsrat des Fonds entscheidet im August über die ersten konkreten Fördermaßnahmen.

Vier Millionen Euro für Förderung

Mit den Förderprogrammen sollen Betriebe bei der Ausweitung ihres Ausbildungsengagements unterstützt und die Qualität der betrieblichen Ausbildung gestärkt werden. Auch Auszubildende sollen Unterstützung erhalten, zudem soll das Matching zwischen Betrieben und jungen Menschen verbessert werden. Insgesamt sind vier Millionen Euro vorgesehen.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit wurden bis Ende Juli 2026 im Land Bremen 577 Ausbildungsplätze weniger gemeldet als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling, sieht darin einen Handlungsbedarf: "Junge Menschen brauchen gute Einstiegschancen, und die Betriebe brauchen qualifizierte Fachkräfte."

Quelle: Pressestelle des Senats Bremen, Mitteilung vom 07.08.2026.

05.08., 13:00Bremen

Metropolregion Nordwest ruft zu Projektanträgen im Energiebereich auf

Bremen und Niedersachsen fördern mit 520.000 Euro jährlich innovative Projekte zur Energiewende; Anträge können bis 15. Oktober eingereicht werden.

Die Metropolregion Nordwest hat eine neue Antragsrunde ihres Förderfonds gestartet. Mit dem jährlich bereitgestellten Budget von 520.000 Euro sollen Kooperationsprojekte zwischen Bremen und Niedersachsen unterstützt werden, die zur Energietransformation in der Region beitragen.

Gesucht werden Projekte mit hohem Transferpotenzial, darunter Pilot- und Forschungsvorhaben, Machbarkeitsstudien, Konzepte, Gutachten und Beratungsangebote. Förderfähige Themenbereiche sind unter anderem Wärmewende, Sektorenkopplung, Wasserstoffstrategie, Fachkräfteentwicklung für die Energiewende, Flächennutzung sowie Energieeffizienz.

Antragsteller können ihre Projektideen bis zum 15. Oktober 2026 einreichen. Die Geschäftsstelle der Metropolregion bietet interessierten Akteuren Beratungstermine zur Antragsvorbereitung an. Weitere Informationen und eine Übersicht bereits geförderter Projekte sind auf der Website www.metropolregion-nordwest.de/foerderfonds verfügbar.

Quelle: Pressestelle des Senats Bremen, Mitteilung vom 3. August 2026.

05.08., 12:30Bremen

Bremen schaltet Online-Dienst für Fachkräfte-Anträge frei

Das Bremer Migrationsamt hat einen digitalen Antragsdienst für das beschleunigte Fachkräfteverfahren freigeschaltet.

Arbeitgeber in Bremen können ab sofort Anträge für die Einstellung von Fachkräften aus dem Ausland online stellen. Das Migrationsamt hat dafür einen neuen Online-Dienst im Serviceportal freigeschaltet. Voraussetzung ist ein festes Arbeitsplatzangebot – der Betrieb beantragt das Verfahren dann im Auftrag der künftigen Mitarbeiterin oder des künftigen Mitarbeiters.

Digitale Verarbeitung spart Zeit

Der Online-Dienst führt Schritt für Schritt durch den Antrag und erklärt jedes Feld. Die Daten gelangen direkt in das Fachverfahren der Behörde, ohne dass sie manuell eingegeben oder eingescannt werden müssen. Dies verkürzt die Bearbeitung sowohl für Betriebe als auch für die Behördenmitarbeiter.

Das beschleunigte Fachkräfteverfahren gilt für Personen aus dem Ausland, die in Deutschland arbeiten oder ihren Berufsabschluss anerkennen lassen wollen. Diese Anträge haben Vorrang und ermöglichen schnellere Visavergabe. Familienangehörige können folgen, wenn sie innerhalb von sechs Monaten einreisen.

Der Service ist abrufbar unter www.service.bremen.de oder direkt über die Website des Migrationsamt-Onlineservices. Weitere digitale Dienste sollen folgen.

Quelle: Pressestelle des Senats Bremen, Mitteilung vom 3. August 2026.

04.08., 01:30Wilhelmshaven

IHK und Energy Hub Wilhelmshaven fordern Ausbau der Schieneninfrastruktur

Eine aktualisierte Analyse zeigt: Für die wachsenden Verkehrsmengen in der Region Weser-Ems reichen die vorhandenen Schienenkapazitäten nicht aus – Ausbaupläne müssen jetzt umgesetzt werden.

Die Oldenburgische IHK hat zusammen mit dem Energy Hub Wilhelmshaven eine Kapazitätsanalyse der Schieneninfrastruktur in der Region Weser-Ems vorlegen lassen. Das Verkehrswissenschaftliche Institut der RWTH Aachen untersuchte dabei, ob das bestehende Netz den prognostizierten Personen- und Güterverkehr bewältigen kann – unter Berücksichtigung der Entwicklung Wilhelmshavens als Energy Hub.

Konkrete Handlungsbedarfe

Die Analyse identifiziert mehrere Engpässe. In Sande werde ein zusätzlicher Bahnsteig notwendig. Darüber hinaus müssen die Strecken von Oldenburg nach Bremen und Osnabrück ausgebaut werden. Geplant sind: eine neue Eisenbahnbrücke in Oldenburg mit Stellwerk und Pferdemarkbrücke, Überholmöglichkeiten für Ganzzüge zwischen Brake und Hude, der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg–Osnabrück sowie Kapazitätserweiterungen zwischen Oldenburg und Bremen.

Die IHK betont: Der Hafen allein ist nicht die Grenze des Wachstums – entscheidend ist die Hinterlandanbindung per Schiene. Da Wilhelmshaven keinen Binnenwasserstraßenanschluss hat, gewinnt die Bahn zusätzlich an Bedeutung. Die Erkenntnisse sollen Grundlage für den neuen Bundesverkehrswegeplan werden.

Quelle: Pressestelle Oldenburgische IHK, Mitteilung vom 13. Mai 2026.

31.07., 12:00Wilhelmshaven

IHK und Energy Hub legen aktualisierte Schienenanalyse vor

Eine Kapazitätsanalyse zeigt: Die Schieneninfrastruktur in der Region Weser-Ems muss ausgebaut werden, um künftigen Personen- und Güterverkehr bewältigen zu können.

Die Oldenburgische IHK und der Energy Hub Wilhelmshaven haben eine aktualisierte Kapazitätsanalyse der Schieneninfrastruktur in der Region Weser-Ems vorstellt. Das Gutachten wurde durch das Verkehrswissenschaftliche Institut der RWTH Aachen erstellt und berücksichtigt auch die prognostizierten Verkehrsmengen des Energy Hub Wilhelmshaven.

Handlungsbedarf bestätigt
Die Analyse bestätigt erheblichen Ausbaubedarf. Insbesondere auf der Strecke zwischen Oldenburg und Sande wird ein zusätzlicher Bahnsteig gefordert. Auch die Verbindungen von Oldenburg nach Bremen und Osnabrück müssen laut Gutachten kapazitätsmäßig erweitert werden.

Die IHK nennt folgende Maßnahmen als prioritär: der Neubau der Eisenbahnbrücke in Oldenburg mit neuem Stellwerk, Überholmöglichkeiten für Ganzzüge zwischen Brake und Hude, der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Oldenburg–Osnabrück sowie Kapazitätserweiterungen zwischen Oldenburg und Bremen.

Felix Jahn, IHK-Geschäftsführer für Verkehr, betont die Dringlichkeit: "Der Infrastrukturausbau dauert lange – vor diesem Hintergrund ist 2040 eigentlich schon morgen." Die IHK plant Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium, um die Vorrangigkeit des Streckenausbaus zu sichern.

Quelle: Pressestelle Oldenburgische Industrie- und Handelskammer, Mitteilung vom 13. Mai 2026.