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07.08., 12:30Bremen

Länder fordern Bund zur Reform des Trassenpreissystems auf

Die Bundesländer haben sich einstimmig darauf verständigt, vom Bund einen vollständigen Ausgleich der Mehrbelastungen bei Bahntrassen und eine grundlegende Reform des Preissystems zu fordern.

Hintergrund ist eine Entscheidung der Bundesnetzagentur vom 22. Juli 2026: Die Entgeltgenehmigungen für das laufende Fahrplanjahr wurden aufgehoben und neu erteilt. Für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) steigen die Trassenentgelte dadurch um über neun Prozent, während sie im Fern- und Güterverkehr sinken. Bundesweit entstehen allein für das laufende Fahrplanjahr Nachforderungen von rund 400 Millionen Euro.

Brems Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal kritisiert die Entwicklung scharf. Die steigenden Kosten träfen die Länder, obwohl sie die Entscheidung nicht verursacht hätten. Die Regionalisierungsmittel des Bundes seien über langfristige Verkehrsverträge gebunden, es gebe keinen Spielraum für Ausgleichszahlungen. Einige Bundesländer müssen daher bereits Zugverbindungen einstellen. Ünsal betont: "Wenn gleichzeitig die Trassenpreise durchschlagen, verhandeln wir nicht mehr über Ausbau, sondern über Verteidigung des Bestands."

Bremen fordert eine zügige Anpassung des Eisenbahnregulierungsgesetzes und eine grundlegende Reform des Trassenpreissystems. Derzeit finanziere der Bund seine Schieneninfrastruktur über Preise, die Länder und Fahrgäste zahlen müssten – dieses Prinzip sei der systemische Fehler.

Quelle: Pressestelle des Senats Bremen, Mitteilung vom 07.08.2026.

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