BSW Bremen fordert Thüringer Fraktion zum Bruch mit Ministerpräsident Voigt auf
Das BSW Bremen hat die Thüringer Landtagsfraktion aufgefordert, die Unterstützung für Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) zu beenden und aus der Brombeer-Koalition auszusteigen.
Die Bremer Parteiführung des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kritisiert die Fortsetzung der Koalitionsregierung in Thüringen. Landesvorsitzender Christopher Schulze sieht darin einen Verstoß gegen die Vorgaben des Bundesvorstands und befürchtet einen Profilverlust der Partei. "Das BSW ist nicht gegründet worden, um CDU-Politik abzusichern", erklärte Schulze.
Aus dem Thüringer Landesverband gibt es Druck aus mehreren Kreisverbänden, die einen Sonderparteitag fordern. Die Thüringer Fraktion hatte sich zuvor trotz Aufforderung des Bundesvorstands für das Festhalten an der Koalition ausgesprochen.
Eigenständigkeit als Kernposition
Co-Landesvorsitzender Alper Iseri betont, dass das BSW eine eigenständige Oppositionsrolle einnehmen müsse. Die Partei sehe ihre Aufgabe in Widerstand gegen Aufrüstung und Sozialabbau, nicht in der Unterstützung etablierter Parteien. Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnt das BSW Bremen ab.
Quelle: Christopher Schulze, BSW Bremen, Mitteilung vom 19. August 2026.