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BlaulichtTraunstein

12.08., 12:30

Geschäftsführer wegen Zwangsarbeit und Ausbeutung verurteilt

Das Landgericht Traunstein hat einen 43-jährigen Unternehmer aus dem Landkreis Altötting zu drei Jahren neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte georgische und ukrainische Arbeitskräfte illegal beschäftigt und ausgebeutet.

Das Landgericht Traunstein verurteilte den Mann am 22. April 2026 unter anderem wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung, illegalen Einschleusens von etwa 70 Arbeitskräften, Zwangsarbeit und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt. Sein 36-jähriger Schwager erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zehn Monaten zur Bewährung.

Schlechte Bedingungen und gefälschte Dokumente

Der Haupttäter hatte zwischen 2017 und 2024 acht Unternehmen geführt, darunter drei im Landkreis Altötting und Taufkirchen. Die georgischen und ukrainischen Arbeitskräfte wurden mit gefälschten EU-Pässen eingeschleust und arbeiteten ohne gültige Arbeitserlaubnis. Der Unternehmer meldete sie nicht zur Sozialversicherung an, zahlte Löhne unter dem Mindestlohn und ließ sie täglich bis zu 14 Stunden an sieben Tagen pro Woche arbeiten. Die bereitgestellten Unterkünfte waren in schlechtem Zustand mit Ungeziefer- und Schimmelbefall; teilweise schliefen zwei Personen auf einer Matratze.

Zoll und Staatsanwaltschaft Traunstein deckten einen Schaden für die Sozialkassen von etwa 200.000 Euro auf. Vermögenswerte des Verurteilten im Wert von 180.000 Euro wurden gesichert. Die betroffenen Arbeiter wurden aus ihrer Zwangslage befreit und sind überwiegend in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

Quelle: Pressestelle Hauptzollamt Rosenheim, Mitteilung vom 12. August 2026.

12.08., 12:30

Zeugenaufruf nach sexueller Belästigung am Bahnhof Traunstein

Die Bundespolizei sucht Zeugen einer sexuellen Belästigung, die sich am 10. August am Bahnhof Traunstein und später in einem Regionalzug ereignet haben soll.

Eine 42-jährige Deutsche soll am 10. August gegen 11:45 Uhr am Bahnsteig des Bahnhofs Traunstein sexuell belästigt worden sein. Der Tatverdächtige soll anschließend mit dem Opfer in den Regionalzug BRB79024 Richtung München eingestiegen sein.

Während der Zugfahrt soll der Mann die Frau nach Angaben der Bundespolizei erneut belästigt und mehrfach Fotos von ihr gemacht haben. Auf Höhe des Bahnhofs Übersee habe die Geschädigte daraufhin den Nothalt betätigt. Ein 51-jähriger Jordanier wurde beim Halt des Zuges durch die Bundespolizeiinspektion Freilassing festgenommen.

Zeugen gesucht

Die Bundespolizei sucht Zeugen des Vorfalls sowie möglicherweise weitere Personen, die am 10. August vom Tatverdächtigen angesprochen oder belästigt worden sein könnten. Hinweise können unter der E-Mail bpoli.freilassing@polizei.bund.de oder telefonisch unter 08654/7706-0 gegeben werden.

Quelle: Pressestelle Bundespolizeidirektion München, Mitteilung vom 12. August 2026.

06.08., 01:30

Bundespolizei zerschlägt Schleuserring – mehrere Festnahmen in Deutschland und Serbien

Die Bundespolizei hat am 5. August 2026 in koordinierten Einsätzen drei hochrangige Schleuser festgenommen und sechs Objekte durchsucht – ein Schlag gegen organisierte Schleusungskriminalität mit Verbindungen nach Libyen und über die Balkanroute.

In mehreren Ermittlungsverfahren bayerischer Staatsanwaltschaften gelang der Bundespolizei am 5. August ein Zugriff gegen international tätige Schleuserorganisationen. Drei Haftbefehle wurden im In- und Ausland vollstreckt, sechs Durchsuchungsbeschlüsse im Bundesgebiet vollzogen.

Libyen-Route über Mittelmeer: Im Verfahren der Staatsanwaltschaft Traunstein wird einem 26-jährigen Syrer vorgeworfen, seit Oktober 2024 mindestens 125 Menschen – überwiegend Syrer – unter lebensgefährlichen Bedingungen von Libyen über das Mittelmeer nach Italien und teilweise nach Deutschland geschleust zu haben. In nicht seetauglichen, überfüllten Booten mit bis zu 61 Personen und ohne Schwimmwesten sollen die Geschleusten transportiert worden sein. Pro Person wurden 6.500 bis 7.800 Euro verlangt; die ermittelte Beute liegt bei mindestens 875.000 Euro. Bei mehreren Grenzkontrollen wurde der Hauptbeschuldigte mit mutmaßlichem Falschgeld im Wert von insgesamt über 200.000 Euro angetroffen.

Balkanroute: Die Staatsanwaltschaft Landshut konnte einen 31-jährigen Syrer in Serbien festnehmen, der als führender Kopf einer Schleuserorganisation gilt. Ihm werden 17 Fälle des gewerbsmäßigen Einschleusens von mindestens 152 Migranten von April bis November 2022 vorgeworfen. Ein zweiter Beschuldigter (32 Jahre, Syrer) wurde in Belgrad verhaftet; ihm werden 37 Schleusungsfälle mit insgesamt mindestens 625 Personen zwischen Juni 2023 und Juni 2024 zur Last gelegt.

Die Ermittlungen waren Teil einer von Europol koordinierten Task Force. Rund 240 Einsatzkräfte waren im Einsatz.

Quelle: Pressestelle Bundespolizeidirektion München, Mitteilung vom 5. August 2026.

27.07., 12:30

Bundespolizei sucht Zeugen nach sexueller Belästigung am Bahnhof Freilassing

Die Bundespolizei ermittelt nach einer sexuellen Belästigung am Bahnhof Freilassing und sucht Zeugen des Vorfalls vom 26. Juli.

Am 26. Juli wurde eine 19-Jährige gegen 11.00 Uhr in der Wartehalle des Bahnhofs Freilassing sexuell belästigt. Eine unbekannte Frau half der Geschädigten und begleitete sie zur Bundespolizei auf den Bahnhofsparkplatz.

Verdächtiger festgenommen
Die Bundespolizei konnte einen 38-jährigen Rumänen festnehmen. Der zur Tatzeit alkoholisierte Mann wird beschrieben als schlanker Bartträger mit dunklen Haaren, die an den Seiten sehr kurz rasiert sind. Er trug zum Tatzeitpunkt ein schwarzes T-Shirt mit heller Aufschrift, eine kurze Jeanshose und schwarze Schuhe mit goldenem Aufdruck. Der Mann führte eine kleine grüne Tüte mit sich.

Der Verdächtige wurde durch Videoaufzeichnungen identifiziert und später in einem Fernverkehrszug kurz vor dem Bahnhof Traunstein angetroffen.

Die Bundespolizeiinspektion Freilassing bittet Zeugen um Meldung, insbesondere die Frau, die der Geschädigten zu Hilfe kam. Zeugenhinweise können unter 08654-7706-0 oder bpoli.freilassing@polizei.bund.de eingegeben werden.

Quelle: Bundespolizeidirektion München, Mitteilung vom 27. Juli 2026.

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