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BlaulichtRosenheim

20.08., 13:30

Schwimmer von Biber gebissen – Gemeinde beantragt Entnahme

Im Waldsee in Schechen hat ein Biber einen Schwimmer gebissen – der erste bekannte Vorfall dieser Art im Landkreis Rosenheim.

Der Vorfall ereignete sich am Montagmorgen gegen 7 Uhr. Der Mann wurde zur Behandlung ins Klinikum Rosenheim gebracht. Noch am selben Vormittag fand eine Begehung am Waldsee statt, an der Vertreter der Gemeinde und ein Biberberater teilnahmen.

Hinweisschilder aufgestellt

Der Biberberater geht davon aus, dass das Tier seine Burg oder seinen Nachwuchs verteidigen wollte. Er empfahl, Hinweisschilder aufzustellen. Diese wurden am Mittwochmorgen angebracht und weisen Badegäste darauf hin, Abstand zur Biberburg zu halten und dass Biber sich bei Bedrohung verteidigen können.

Die Gemeinde Schechen sieht diese Maßnahme als unzureichend und beantragte beim Landratsamt Rosenheim die Entnahme des Bibers. Die Prüfung des Antrags durch die untere Naturschutzbehörde läuft. Da der Waldsee in einem besonders geschützten Gebiet liegt, ist auch die höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Oberbayern eingebunden. Der See ist Teil des europaweiten Biotopverbunds Natura 2000.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Rosenheim, Mitteilung vom 20. August 2026.

20.08., 13:00

Daxenfeuer-Verbot im Landkreis Rosenheim aufgehoben

Nach Regenfällen der vergangenen Tage dürfen Daxenfeuer im Landkreis Rosenheim wieder entzündet werden – der Kreisbrandrat warnt aber vor zu leichtsinniger Handhabung.

Das Verbot für Daxenfeuer ist durch das Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung aufgehoben worden. Grund sind die jüngsten Niederschläge, die die Brandgefahr-Indikatoren senken.

Kreisbrandrat Richard Schrank bittet die Bevölkerung dennoch zu besonderer Vorsicht auf. Die Böden seien trotz Regen durch die lange Hitzeperiode noch nicht ausreichend durchfeuchtet. Schwend- und Daxenfeuer sollten daher weiterhin nur dann entfacht werden, wenn dies notwendig ist.

Anmeldung über Online-Portal

Wer ein Daxenfeuer entzünden möchte, kann dieses über das Portal www.daxenfeuer.de bei der Integrierten Leitstelle Rosenheim anmelden. Dies dient dazu, unnötige Feuerwehr-Einsätze zu vermeiden – eine Genehmigung stellt die Anmeldung aber nicht dar.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Rosenheim, Mitteilung vom 20. August 2026.

19.08., 20:18

Zoll stellt Drogen und Waffen bei Techno-Festival sicher

Bei Kontrollen von Besuchern des Techno-Festivals in Bad Aibling hat der Zoll mehrere Kilogramm Rauschgift und verbotene Gegenstände beschlagnahmt.

Einsatzkräfte des Hauptzollamts Rosenheim kontrollierten am Freitag und Samstag Fahrzeuge, die zum Festivalgelände in Bad Aibling fuhren. Der Schwerpunkt lag auf Besuchern aus dem Ausland. Mit Unterstützung von Rauschgiftspürhunden stellten die Zöllner verschiedene Drogen sicher.

Drogen und Waffen

Insgesamt wurden sechs Festivalbesucher mit Kokain, Kokain-Amphetamingemischen, Ecstasy, unter das Betäubungsmittelgesetz fallenden Arznei- und Schmerzmitteln sowie Dopingmitteln angetroffen. Fünf weitere Personen führten Marihuana mit sich. Der Zoll leitete gegen alle Betroffenen Strafverfahren wegen unerlaubten Verbringens von Drogen aus dem Ausland ein. Zusätzlich wurden ein Schlagring und eine Softairpistole konfisziert.

Marion Dirscherl, Pressesprecherin des Hauptzollamts Rosenheim, weist darauf hin: "Die Ein-, Aus- und Durchfuhr von Cannabis ist nach wie vor verboten und strafbewehrt."

Quelle: Pressestelle Hauptzollamt Rosenheim, Mitteilung vom 18. August 2026.

19.08., 20:06

Bundespolizei nimmt an A93 mehrere Personen fest

Die Bundespolizei hat am Wochenende an der Inntalautobahn bei Kiefersfelden rund 20 Personen kontrolliert, die ohne erforderliche Papiere einreisen wollten, gefälschte Dokumente trugen oder per Haftbefehl gesucht wurden.

Bei Kontrollen an der A93 nahe Kiefersfelden stellte die Bundespolizei am 15. und 16. August mehrere Verstöße gegen Einreisebestimmungen und Gesetze fest.

Ein 20-jähriger Litauer wurde mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht. Die litauische Justiz wirft ihm Betrugsdelikte und illegale Vermögensaneignungen vor. Er wurde in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim gebracht und wartet dort auf seine Auslieferung.

Ein 32-jähriger Iraker mit deutscher Aufenthaltsgenehmigung war wegen Fahrerflucht und Trunkenheit im Verkehr gesucht. Geldstrafen und Verfahrenskosten von rund 7.400 Euro fehlten ihm; er muss nun etwa 80 Tage in Haft.

Weitere Verstöße

Zwei Syrer mit österreichischen Flüchtlingspässen schuldeten je rund 670 Euro wegen illegaler Einreiseversuche; sie zahlten und konnten weiterfahren. Ein 34-jähriger Syrer führte einen gefälschten rumänischen Ausweis mit sich, ein 22-jähriger Tunesier gefälschte spanische Dokumente. Der Tunesier trug auch ein in Deutschland nicht zugelassenes Pfefferspray und Cannabis bei sich und erhielt entsprechende Anzeigen. Beide Männer müssen das Land voraussichtlich verlassen.

Etwa drei Viertel der versuchten illegalen Einreisenden wurden nach polizeilichen Maßnahmen zurückgewiesen; sie stammten unter anderem aus Ghana, Syrien, Pakistan und Indien.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Pressestelle, Mitteilung vom 17. August 2026.

12.08., 12:30

Geschäftsführer wegen Zwangsarbeit und Ausbeutung verurteilt

Das Landgericht Traunstein hat einen 43-jährigen Unternehmer aus dem Landkreis Altötting zu drei Jahren neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte georgische und ukrainische Arbeitskräfte illegal beschäftigt und ausgebeutet.

Das Landgericht Traunstein verurteilte den Mann am 22. April 2026 unter anderem wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung, illegalen Einschleusens von etwa 70 Arbeitskräften, Zwangsarbeit und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt. Sein 36-jähriger Schwager erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zehn Monaten zur Bewährung.

Schlechte Bedingungen und gefälschte Dokumente

Der Haupttäter hatte zwischen 2017 und 2024 acht Unternehmen geführt, darunter drei im Landkreis Altötting und Taufkirchen. Die georgischen und ukrainischen Arbeitskräfte wurden mit gefälschten EU-Pässen eingeschleust und arbeiteten ohne gültige Arbeitserlaubnis. Der Unternehmer meldete sie nicht zur Sozialversicherung an, zahlte Löhne unter dem Mindestlohn und ließ sie täglich bis zu 14 Stunden an sieben Tagen pro Woche arbeiten. Die bereitgestellten Unterkünfte waren in schlechtem Zustand mit Ungeziefer- und Schimmelbefall; teilweise schliefen zwei Personen auf einer Matratze.

Zoll und Staatsanwaltschaft Traunstein deckten einen Schaden für die Sozialkassen von etwa 200.000 Euro auf. Vermögenswerte des Verurteilten im Wert von 180.000 Euro wurden gesichert. Die betroffenen Arbeiter wurden aus ihrer Zwangslage befreit und sind überwiegend in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

Quelle: Pressestelle Hauptzollamt Rosenheim, Mitteilung vom 12. August 2026.

09.08., 02:30

Ersthelfer-App "Team Bayern" in Rosenheim und Miesbach gestartet

In Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Landkreis Miesbach ist am 31. Juli die Notfall-App "Team Bayern" in Betrieb gegangen, die geschulte Laien bei Reanimationsfällen alarmiert.

Die vom Bayerischen Roten Kreuz betriebene App verständigt Ersthelfer in der Nähe, wenn ein Herz- oder Kreislaufstillstand gemeldet wird. Sie wird parallel zum Rettungsdienst von der Integrierten Leitstelle Rosenheim ausgelöst. Ziel ist, die Zeit zwischen Notfall und Beginn der Wiederbelebung zu verkürzen und damit die Überlebenschancen zu erhöhen.

Beim offiziellen Start waren Rosenheims Landrat Otto Lederer, stellvertretender Landrat des Landkreises Miesbach Josef Bierschneider, Oberbürgermeister Abuzar Erdogan und BRK-Kreisvorsitzende Daniela Ludwig anwesend. Lederer betonte, dass in Deutschland jährlich über 130.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden. "Jede einzelne dieser Situationen ist ein Wettlauf gegen die Zeit", sagte er.

Breites Ersthelfernetz angestrebt

Die App funktioniert nur mit einem dichten Netz von aktivierten Ersthelfern. Alle Bürgerinnen und Bürger können sich die Anwendung kostenfrei herunterladen und sich nach erfolgreicher Aktivierung registrieren. Informationen zur App finden sich auf der Website des Bayerischen Roten Kreuzes.

Quelle: Pressestelle Landratsamt Rosenheim, Mitteilung vom 31. Juli 2026.

31.07., 12:00

Rosenheim: Feuerwehr erhält Löschroboter als Spende

Die Freiwillige Feuerwehr Rosenheim hat einen ferngesteuerten Löschroboter erhalten, der in schwer zugänglichen und verrauchten Bereichen wie Tiefgaragen oder Tunneln zum Einsatz kommen soll.

Die Rosenheimer Firma Diebald Lackierungen spendete der Stadt einen Magirus Aircore TAF 35 im Wert von 300.000 Euro. Das Fahrzeug mit Raupenfahrgestell soll primär in Hallen, Tiefgaragen und Tunneln Brände bekämpfen sowie Räume entlüften.

Technik und Einsatz

Auf dem Roboter ist eine schwenkbare Turbine montiert, die Wasser zu feinem Nebel zerstäubt und verteilt. Dadurch wird die Hitze am Brandort schnell reduziert. Das Gerät wird ferngesteuert bedient, was Feuerwehrleute vor Gefahren in brennenden oder stark verrauchten Räumen schützt. Pro Stunde kann die Turbine bis zu 60.000 Kubikmeter frische Luft in den Brandort blasen und so verrauchte Bereiche schnell entlüften.

Der Löschroboter ist auf der Rosenheimer Hauptfeuerwache stationiert und wird auf einem Anhänger zu Einsatzstellen transportiert.

Quelle: Pressestelle Stadt Rosenheim, Mitteilung vom 29. Mai 2026.

29.07., 12:30

Bundespolizei warnt vor Gefahren auf Bahngelände in den Sommerferien

Die Bundespolizei appelliert zum Ferienstart an Jugendliche und Eltern, Bahngelände nicht als Abenteuerspielplatz zu nutzen – die Gefahren durch Züge und Oberleitungen sind lebensgefährlich.

Besonders zum Ferienstart warnt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim vor tödlichen Risiken, die von Bahnflächen ausgehen. Weder Kletteraktionen auf Waggons noch Selfies im Bahnbereich oder Aufenthalte auf abgestellten Zügen sind mit vertretbarem Risiko verbunden.

Extreme physikalische Gefahren

Moderne Züge fahren sehr leise und nähern sich oft unbemerkt. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 100 Kilometern pro Stunde benötigen Züge bis zu einem Kilometer Bremsweg und können nicht ausweichen. Oberleitungen führen bis zu 15.000 Volt und können bereits aus 1,5 bis 2 Metern Entfernung tödliche Spannungsüberschläge auslösen – auch ohne direkte Berührung.

Fallbeispiel aus der Region

Ende Mai 2026 wurde ein 18-Jähriger in Prien am Chiemsee von einem Stromschlag aus einer Oberleitung getroffen, als er auf einen Güterzug stieg. Er erlitt schwerstgradige Verbrennungen und lebensbedrohliche innere Organverletzungen, unter denen er dauerhaft leidet.

Die Bundespolizei fordert Eltern auf, ihre Kinder in den Ferien explizit vor dem Aufenthalt im Gleisbereich zu warnen.

Quelle: Pressestelle Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Mitteilung vom 29.07.2026

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