Wirtschaftsminister besucht saniertes Pumpspeicherkraftwerk Happurg
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat sich vor Ort über den Fortschritt der Sanierungsarbeiten am Pumpspeicherkraftwerk Happurg informiert.
Das Pumpspeicherkraftwerk Happurg wird derzeit von Uniper mit einem Investitionsvolumen von rund 250 Millionen Euro saniert. Nach Angaben des Unternehmens sind die Arbeiten im Oberbecken größtenteils abgeschlossen; die Maßnahmen in Unterbecken, Druckrohrleitungen und Krafthaus laufen planmäßig. Die Wiederinbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
Das Kraftwerk war 2011 wegen Schäden im Oberbecken stillgelegt worden. Nach der Sanierung soll es mit einer Leistung von 160 Megawatt und einer Speicherkapazität von 850 Megawattstunden betrieben werden. Bei einer Fallhöhe von über 200 Metern kann es fünf Stunden lang mit voller Leistung Strom einspeisen. Im Falle eines Stromausfalls kann das Werk laut Aiwanger im sogenannten Schwarzstart sofort ohne externe Energiezufuhr in Betrieb genommen werden.
In Bayern sind derzeit vier Pumpspeicher-Standorte aktiv: Langenprozelten, Leitzach, Rabenleite und Oberberg mit zusammen etwa 550 Megawatt Leistung. Das geplante Pumpspeicherwerk Riedl im Landkreis Passau soll die Kapazität um 300 Megawatt erweitern.
Quelle: Pressestelle Bayerisches Landesportal, Mitteilung vom 30.07.2026.